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    Gemünden

    Polizeikontrolle: Schwerverkehr ohne gravierende Mängel

    Am Parkplatz an der B 26 zwischen Langenprozelten und Gemünden stoppte die Polizei am Mittwoch Lastwagen zur bundesweiten Schwerverkehrskontrolle. Foto: Michael Fillies

    Sieben Schulbusse und zwölf Lastwagen haben Beamte der Polizei, des Zolls und des Gewerbeaufsichtsamts am Mittwoch in Lohr und in Gemünden intensiv überprüft. Die Aktion war Teil des bundesweiten Schwerverkehrkontrolltags. Weitere Kontrollstationen im Landkreis Main-Spessart waren an der B 26 bei Arnstein und an der B 8 bei Marktheidenfeld eingerichtet. Das gemeinsame Fazit der Polizeiinspektion Lohr und der Polizeistation Gemünden: "Als insgesamt erfreulich darf angemerkt werden, dass bei den Kontrollen keine gravierenden Verstöße festzustellen waren."

    Am frühen Morgen hatten die Lohrer Beamten mit Spezialisten der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried zunächst am Nägelsee-Schulzentrum in Lohr Stellung bezogen. An den sieben begutachteten Schulbussen hatten die Polizisten "mit Ausnahme eines geringfügigen Auflagenverstoßes löblicherweise keine weiteren Beanstandungen", teilt Hauptkommissar Stefan Preisendörfer mit. Der Verstoß bestand darin, dass an einem Bus der Prüftermin für eine Schiebetür überschritten war, präzisiert Einsatzleiter Marcel Hluchany.

    Elf Beamte im Einsatz

    Anschließend richteten die insgesamt elf Beamten von Polizei, Zoll (Bamberg) und Gewerbeaufsichtsamt (Würzburg) eine Kontrollstelle auf einem der Parkplätze an der B 26 oberhalb Langenprozeltens nahe dem Zollberg-Kreisverkehr ein. Ihr Augenmerk galt den Fahrtenschreibern, den Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer, der Verkehrssicherheit der Fahrzeuge, den beförderten Waren und dergleichen mehr. Auch auf Klein- und Tiertransporter, Gefahrgut- und Abfalltransporter wurde geachtet.

    Die Fahrer nahmen die unfreiwillige Pause gelassen hin. Dabei gingen die Beamten penibel vor. In einem Fall kletterte ein Polizist sogar im Anhänger auf den Palettenstapel mit Kisten voll Fahrzeugteilen und robbte bäuchlings unter der Dachplane entlang. Die Ladung schien zunächst schlecht gesichert, doch zeigte sich nach dem Öffnen der Seitenwände, dass ausreichend Zurrgurte gezogen waren. Der ausländische Fahrer des Gespanns lächelte erleichtert – und musste dann wenig später bei der Überprüfung des Fahrtenschreibers erfahren, dass er etwa vier Kilometer vor der Kontrollstelle 82 statt der erlaubten 60 Stundenkilometer schnell gewesen war . . .

    Erfreuliche Bilanz

    Am frühen Nachmittag zogen die Beamten Bilanz: Bei den zwölf kontrollierten Lastwagen und Fahrern gab es keine schweren Mängel bzw. Verstöße zu ahnden: eine Geschwindigkeitsüberschreitung, einen Verstoß gegen die Sozialvorschriften (27 Kilometer Strecke ohne Fahrtenschreiber), ein abgefahrener Reifen sowie einmal unzureichend gesicherte Ladung.

    Alles in Ordnung war laut Polizei bei diesem Holztransporter aus dem Main-Kinzig-Kreis. Foto: Michael Fillies

    Dass dennoch Kontrollen nötig sind, begründet der Leiter der Lohrer Polizeiinspektion, Wolfgang Remelka: Im ersten Halbjahr 2019 ereigneten sich auf bayerischen Straßen 8663 Verkehrsunfälle mit Beteiligung des Schwerverkehrs. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 (9026) ergibt sich somit ein Rückgang von vier Prozent. Knapp drei Viertel dieser Unfälle verursachten Lastwagenfahrer, so Remelka. Schwerverkehrsunfälle sind zudem häufig mit dramatischen Unfallfolgen verbunden. In diesem Zusammenhang kamen im ersten Halbjahr dieses Jahres 49 Menschen in Bayern ums Leben, 2487 wurden verletzt.

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