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    Lohr

    Positive Entwicklung Lohrs fortsetzen

    Der SPD-Ortsverein Lohr hat seine Stadtratsliste für die Kommunalwahl am 15. März 2020 aufgestellt. Auf ihr kandidieren 13 Männer und elf Frauen. Foto: Thomas Josef Möhler

    Mit einem einstimmigen Votum hat der SPD-Ortsverein am Samstag seine Stadtratsliste für die Kommunalwahl am 15. März 2020 nominiert. Listenführer Thomas Nischalke nannte als Wahlkampfthemen Finanzen, Ehrenamt, Mobilität, Umwelt, Jugend und Familie sowie Tourismus und Barrierefreiheit.

    Bei der Sanierung der städtischen Finanzen setzte Nischalke auf eine "nachhaltige Erhöhung der Gewerbesteuer" durch Citymanagement, digitales Gründerzentrum und eine Steigerung des Einkommenssteueranteils durch Nachverdichtung und Nachnutzung frei werdender Immobilien. Größten Wert legte er auf die Beibehaltung der freiwilligen Leistungen, denn die ehrenamtlich Engagierten trügen zur Lebensqualität in Lohr bei.

    Die Mobilität in Lohr müsse neu gedacht und dem Radverkehr eine größere Bedeutung eingeräumt werden. Durch die Reaktivierung des Stadtbahnhofs könne Lohr einem Abgehängtwerden entgegenwirken, falls die Bahn eine Nordumfahrung der Stadt baue. Mit dem Umweltschutz müsse in den Kommunen begonnen werden. "Sonst werden wir als gesamte Menschheit scheitern", sagte Nischalke.

    Gutes Aufwachsen fördern

    Nischalke forderte eine Gesamtstrategie für ein gutes Aufwachsen von Kindern und will Perspektiven für alle jungen Menschen schaffen, was besonders in einem Flächenlandkreis wichtig sei. Den Tourismus könne man fördern, indem man manche Gegebenheiten wie etwa das WC an der Mainlände, nicht abgesenkte Gehsteige und das Areal am Bahnhof durch die Brille eines behinderten Besuchers sehe: Eine Verbesserung nütze nicht nur den Gästen, sondern auch den Bewohnern der Stadt.

    Rathaus-Chef Mario Paul, der die Stadtratsliste der Grünen anführt und von der SPD bei der erneuten Kandidatur fürs Bürgermeisteramt unterstützt wird, ist laut SPD-Wahlleiter Stadtrat Sven Gottschalk der "richtige und beste Bürgermeister für Lohr". Vorwürfe des Bürgervereins gegenüber der Stadtverwaltung, sie sei schwerfällig, nannte Paul einen wohlkalkulierten Tabubruch. Ferner kritisierte er das undifferenzierte Umgehen mit komplexen Themen, wie etwa einer möglichen Gewerbeansiedlung auf dem unteren Teil der Sackenbacher Wiese.

    Zweite Bürgermeisterin Christine Kohnle-Weis bescheinigte Paul, viele Aufgaben abgearbeitet zu haben: "Die Stadt ist lebendiger als jemals zuvor." Kulturell habe Lohr viel zu bieten, die Stadt sei das kulturelle Zentrum des Kreises. Lohr entwickle sich positiv.

    SPD-Ortsvereinsvorsitzender Marc Nötscher meinte, Lohr habe in den vergangenen sechs Jahren viel erreicht und in der kommenden Wahlperiode noch viel vor. Die Sozialdemokratie werde in Lohr gebraucht. Nötscher zitierte Willy Brandt: Wer in die Zukunft sehen wolle, müsse sie mitgestalten.

    Nach den Worten des langjährigen Stadtrats Seppl Blenk geht es um die Verteidigung der Demokratie und die beginne auf der untersten Ebene. Die SPD sei die Partei der Solidarität. In seiner Zeit im Stadtrat habe er viel gelernt, vor allem, dass man Kompromisse eingehen müsse.

    Vision 2035

    SPD-Landratskandidatin Pamela Nembach präsentierte als "Rotkäppchen" ihre Vision von einem Landkreis 2035 mit einer neuen Zentralklinik, intelligenter Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel und einem umfassenden Breitbandausbau. Ihr Ziel sei es, die Gemeinden dazu zu bringen, noch enger zusammenzuarbeiten.

    Bearbeitet von Thomas Josef Möhler

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