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    Rieneck

    Problemlose Einrichtung der Staatsstraßen-Sperrung

    Vollsperrung der Staatsstraße 2303 zwischen Rieneck und Schaippach: Für den Bau der Rienecker Umgehungsstraße müssen Autofahrer bis 13. Juli Umleitungen in Kauf nehmen. Foto: Michael Mahr

    „Kommt man noch nach Rieneck?“, wollten zwei ältere Autofahrer kurz nach 10 Uhr am Zollbergkreisel wissen. Doch die Beschilderung ist eindeutig. Die Ortsnamen von Rieneck, Burgsinn und Jossa sind mit einem großen roten Kreuz verdeckt. Nur Schaippach, ganz unten auf den zwei gelben Schildern, ist freigeblieben.

    Bis in den Gemündener Stadtteil ist die Staatsstraße 2303 noch befahrbar. Der Weiterweg nach Rieneck wird durch die seit 9 Uhr stehenden Absperrungen verhindert. Das bleibt zehn Wochen lang so, bis zum 13. Juli. Der Grund ist der Bau der Rienecker Umgehungsstraße. Die erste Absperrung mit Durchfahrt-verboten-Schild steht schon am Zollbergkreisel, dort aber so, dass Autofahrer auf dem Weg nach Schaippach noch problemlos vorbeifahren können. Auf Höhe der letzten Häuser in Schaippach steht die Absperrung dann quer über die Fahrbahn, so dass klar ist: Hier geht es nicht mehr weiter.

    Absperrung der Staatsstraße 2303 nach Rieneck am Ortsende von Schaippach. Foto: Michael Mahr

    Viele nutzen die Schleichwege

    Wenige Hundert Meter weiter auf der Baustelle ist bereits ein Bagger dabei, den alten Asphalt der Staatsstraße aufzureißen. Schon gegen 10 Uhr am Montagmorgen war die Fahrbahndecke auf 30 Meter verschwunden. Mit dem Aufstellen der Absperrungen und der Beschilderung der offiziellen Umleitung über Burgsinn, Fellen, Ruppertshütten und Langenprozelten hat das Staatliche Bauamt eine Fachfirma beauftragt. Ihre Mitarbeiter stellen mit zwei Kontrollfahrten am Tag sicher, dass die Schilder, Balken und Baken während der Vollsperrung der Staatsstraße an Ort und Stelle bleiben und funktionieren, etwa das Licht der Warnbaken. Bauamt und Straßenmeisterei Lohr haben am Montag geprüft, ob alles passt. Auch die Gemündener Polizei war am Montagmorgen auf der Staatsstraße unterwegs. „Es gab nichts Bemerkenswertes“, bilanzierte der stellvertretende Dienststellenleiter Bertram Ebert am späten Vormittag.

    Nicht wenige Autofahrer nutzten schon am Montag die Forstwege, die die Städte Gemünden und Rieneck als Schleichwege freigegeben hatten. „Hier kommen ständig Autos vorbei“, beobachtete der Rienecker Bürgermeister Wolfgang Küber, als er im Wald zu tun hatte. Dass das Interesse an den Schleichwegen groß sein würde, war schon bei den Orientierungsfahrten abzusehen, die die Stadt Rieneck am Wochenende angeboten hatte. Rund 150 Fahrzeuge machten die Tour auf Forstwegen von Rieneck nach Schaippach und zurück mit, berichtete Küber, und in vielen dieser Autos saßen neben dem Fahrer zwei oder drei Mitfahrer.

    Der Asphalt der Staatsstraße 2303 wird abgetragen. Foto: Michael Mahr

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