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    Burgsinn

    Projekt "INklusiv": Fabian bereichert den Burgsinner Bauhof

    'Gleisübergabe' für das erfolgreiche Projekt 'INklusiv' zwischen Mainfränkischen Werkstätten und dem Markt Burgsinn (von links): Madeleine Leube, René Street (Bauhof), Bürgermeister Robert Herold, Fabian Nicklaus mit dem Laubbläser, Jennifer Bechold, Vorarbeiter Jürgen Lochner, Bastian Neuf und Michael Völker (Bauhof).
    "Gleisübergabe" für das erfolgreiche Projekt "INklusiv" zwischen Mainfränkischen Werkstätten und dem Markt Burgsinn (von links): Madeleine Leube, René Street (Bauhof), Bürgermeister Robert Herold, Fabian Nicklaus mit dem Laubbläser, Jennifer Bechold, Vorarbeiter Jürgen Lochner, Bastian Neuf und Michael Völker (Bauhof). Foto: Jürgen Gabel

    Gelebte Inklusion sind für Burgsinns Bürgermeister Robert Herold, Marktgemeinderat und besonders den Burgsinner Bauhof eine Herzensangelegenheit. Seit nunmehr neun Monaten kooperiert dieser im Projekt "INklusiv" mit den Mainfränkischen Werkstätten Würzburg und bietet dem Fellener Fabian Nicklaus einen maßgeschneiderten Arbeitsplatz unter professioneller Integrationsbegleitung. Jetzt fand die "Gleisübergabe" statt, die Auszeichnung für einen erfolgreichen Weg eines Menschen mit Handicap in die Arbeitswelt.

    Beim kleinen Festakt sprach Madeleine Leube, Leiterin des Unternehmensbereichs bei den Mainfränkischen Werkstätten, Herold und dem Bauhofteam ihren Dank für die herzliche Aufnahme Fabians an seinem neuen, heimatnahen Arbeitsplatz aus. Durch die Zusammenarbeit mit den Werkstätten ist es dem Mitarbeiter jederzeit möglich, auf eigenen Wunsch wieder in die Werkstatt zurückzukehren. Aber Fabian hat andere Talente als die Produktion. Er möchte draußen an der frischen Luft arbeiten. Nach einem dreimonatigen Praktikum ist Fabian in seiner neuen Arbeitswelt angekommen und fühlt sich richtig wohl. Leube übergab dem Bürgermeister das Stück Bahngleis als Auszeichnung des Mitwirkens beim Projekt INklusiv, in welchem der Erkennungsname eingelasert ist. Nun ist Fabian Nicklaus unbefristet übernommen und soll in Burgsinn eine Zukunft haben. "Auch wenn er mal etwas länger für eine Aufgabe braucht", erklärte Herold.

    In der Werkstatt unterfordert

    Der Bürgermeister erinnerte an seine eigene Tätigkeit im Sozialbereich – er und sein Marktgemeinderat waren von INklusiv sofort begeistert. "Wir möchten Menschen, die nicht 100-prozentig leistungsfähig sind, eine Plattform bieten", war der einhellige Tenor der sechs Bauhofmitarbeiter. Und hier wollte Fabian seine Begabung einsetzen. Nach den Worten des Vorarbeiters Jürgen Lochner bereichert der 21-Jährige heute durch seinen flexiblen Einsatz das Team.

    Integrationsbegleiter Bastian Neuf bestätigte die Freude Fabians, mit den unterschiedlichen Anforderungen des Bauhofs den richtigen Arbeitsplatz gefunden zu haben. In der Werkstatt war er unterfordert. Einrichtungsleiterin Jennifer Bechold lobte Fabian als vielseitig einsetzbar, er zähle zu den Stärksten. Es sei jedoch das Ziel, dem Wunsch des Menschen gerecht zu werden und in den Berufsalltag zu führen. "Hier im Bauhof ist Fabian gut aufgehoben".

    Voller Stolz berichtete Fabian von seinen Tätigkeiten, wenn im Sommer der Rasen im Park gemäht werden muss, er mit dem Freischneider "Ordnung" schafft oder im Herbst die gefallenen Blätter entsorgt. Interessant ist es in der Bautruppe, wenn Löcher ausschachten und betonieren angesagt ist. "In diesem ausgezeichneten Klima fühle ich mich richtig wohl".

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