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    Karlstadt

    Projekt „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“

    Unterstützertreffen (vorne von links): Michael Hombach (Burg Rothenfels), Julia Kiefer (Scherenburgfestspiele Gemünden), Susanne Müller (Tecuplast Partenstein), Elena Reinhard (kommunale Behindertenbeauftrage), Christian Büdel (INklusiv!Gemeinsam arbeiten), Landrat Thomas Schiebel. Zweite Reihe: Cornelia Freitag (Bosch Rexroth Lohr), Hermann Seufert (Stadt Karlstadt), Volker Roos (De´Longhi/Braun Altfeld), Mona Voit (Kreisseniorenzentrum Gemünden). Dritte Reihe: Matthias Schmitt und Daniel Endres (Realschule Marktheidenfeld), Monika Betz (Stadt Lohr), Robert Herold (Markt Burgsinn) und Clemens Fries (De Longhi/Braun Altfeld). Foto: Bastian Neuf

    Bei dem Unterstützertreffen des Projektes „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“ im Landratsamt Main-Spessart stellte die kommunale Behindertenbeauftragte Elena Reinhard gemeinsam mit Landrat Thomas Schiebel den Vertretern der interessierten Unternehmen, Kommunen und Vereinen aktuelle Themen zur Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Main-Spessart vor.

    „Die Inklusion ist ein wichtiger Schritt in die Zukunft,“ betonte Landrat Thomas Schiebel laut Pressemitteilung des Landratsamtes. „Menschen, die die Inklusion nicht fördern oder voranbringen, fehlen oft lediglich Informationen und Berührungspunkte im eigenen Umfeld.“ Elena Reinhard arbeitet dafür in vielen Bereichen der Themen Teilhabe und Inklusion mit, sei es bei der Barrierefreiheit im ÖPNV, im Bau sowie im Internet, oder zur Sensibilisierung.

    Erfahrungs- und Wissensaustausch

    „INklusiv! Gemeinsam arbeiten“ gibt es seit 2015, es bestehen rund 100 Kooperationsvereinbarungen. Ziel des zu den Mainfränkischen Werkstätten gehörenden Projektes ist es, maßgeschneiderte Außenarbeitsplätze zu schaffen. Die Marktgemeinde Burgsinn, die Burg Rothenfels und auch die Firma Braun/De´Longhi gehen mit gutem Beispiel voran, und haben bereits Arbeitsplätze geschaffen und vergeben, so die Mitteilung des Landratsamtes.

    Im Bereich der Logistik werden aktuell noch Firmen gesucht, die gerne bereit sind Personen aufzunehmen. Während des Treffens konnte zum Beispiel eine Person an die Stadt Lohr in den Bereich der Digitalisierung vermittelt werden. Die Stadt Karlstadt habe bislang keinen passenden Einsatzort gefunden, äußerte aber den Wunsch danach. Auch Tecuplast aus Partenstein hat Interesse geäußert, einer Person einen Platz im Bereich der Logistik anzubieten.

    Das Kreisseniorenzentrum Gemünden ist begeistert vom Projekt, die Menschen seien eine große Unterstützung und trügen zu einem guten Arbeitsklima bei. „Auch, wenn nicht alle Arbeiten ausgeführt werden können, gibt es leichte Tätigkeiten, die erledigt werden, außerdem ist es eine große Unterhaltung für die Senioren und eine Bereicherung für das komplette Seniorenzentrum,“ so Mona Voit vom Seniorenzentrum.  

    Mainfränkische Werkstätten
    Seit über 45 Jahren bieten die Mainfränkischen Werkstätten Orte zum Arbeiten und Leben für Menschen mit Behinderung. Die Mainfränkischen Werkstätten sind ein gemeinnütziges Unternehmen der Lebenshilfe-Vereine Main-Spessart, Würzburg, Marktheidenfeld, Kitzingen und des Vereins für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung e.V. Würzburg-Heuchelhof.
    Aufgabe ist die Integration und Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt und allgemein in die Gesellschaft. Es wird in jedem Betrieb einen Unterstützer geben. Wichtig ist, dass dieser Integrationsbegleiter kontinuierlich vor Ort ist. Er soll Mitarbeiter bei der Einarbeitung unterstützen und dauerhaft als Ansprechpartner für die Teams zur Verfügung stehen.

    Bearbeitet von Andreas Köster

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