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    Karlstadt

    Projekt "Schlaganfall-Helfer" im Landkreis gegründet

    Die Kooperationspartner des Projekts Schlaganfall-Helfer im Landkreis Main-Spessart: (von links) Heino Gövert (Zentrum für Aphasie und Schlaganfall Unterfranken), PD Dr. Peter Kraft (Chefarzt Neurologie, Klinikum Main-Spessart), Elmar Stegmeier (Deutsche Schlaganfall-Hilfe), Florian Schüßler (Leiter Soziale Dienste, BRK Kreisverband Main-Spessart) und Thomas Schlott (Kreisgeschäftsführer, BRK Kreisverband Main-Spessart). Foto: Petra Feuerberg-Seubert

    Ein breites Netzwerk von Kooperationspartnern soll künftig auch im Landkreis Main-Spessart ehrenamtliche Hilfestellung für Schlaganfall-Patienten und deren Familien vor Ort bieten. Um das Projekt Schlaganfall-Helfer im Landkreis zu etablieren, haben sich vier Partner zusammengetan: Das sind die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, das Klinikum Main-Spessart, das Bayerische Rote Kreuz (Kreisverband Main-Spessart) mit der Gemeinschaft Wohlfahrt und Sozialarbeit und das Schlaganfall-Büro Unterfranken (Zentrum für Aphasie und Schlaganfall in Würzburg), heißt es in einer Pressemitteilung. Bei einer konstituierenden Sitzung der Partner wurde nun die Zusammenarbeit besiegelt.

    Das Konzept des Projekts sieht so aus: Nach einer speziellen Ausbildung (40 Stunden) nehmen die ehrenamtlichen Schlaganfall-Helfer über die Vermittlung im Klinikum Main-Spessart Kontakt mit den entlassenen Patienten und deren Angehörigen auf. Patientinnen und Patienten sowie Angehörige können sich aber auch direkt an die Koordination beim Kreisverband Main-Spessart des BRK wenden.

    500 Schlaganfallpatienten pro Jahr im Klinikum

    Aufgrund der in der Schulung erworbenen medizinischen und sozialrechtlichen Basiskenntnisse, sowie der Kenntnis um die regionalen Hilfestrukturen fungieren die Ehrenamtlichen als Ansprechpartner und Mittler. Auch Kommunikationstechniken gehören zum Ausbildungsspektrum. Je nach individuellem Bedarf können sie alltagspraktische Unterstützung und Informationen, etwa Hilfe bei Behördengängen, anbieten oder aber auch Betroffene vor der sozialen Isolation bewahren.

    "Trotz medizinischer Weiterentwicklungen ist der Schlaganfall die Erkrankung, die in Industriestaaten am häufigsten zum Tod oder bleibender Behinderung führt", so PD Dr. Peter Kraft, Chefarzt der Neurologischen Abteilung im Klinikum Main-Spessart. Allein im Klinikum Main-Spessart werden jährlich etwa 500 Patienten mit Schlaganfall behandelt, bei vielen besteht ein Bedarf für eine ambulante Weiterbetreuung nach dem Konzept der Schlaganfall-Helfer.

    Die Initiative ist ein Projekt von Ehrenamtlichen in der Region für die Region. Daher ist es ausdrücklich offen für weitere Partner und Unterstützer, die sich bei der Umsetzung der Helferschulungen mit Referenten oder als Spender engagieren wollen.

    Ansprechpartner am Klinikum Main-Spessart ist Dr. Peter Kraft, Tel.: (09352) 505 - 15 02, beim Bayerischen Roten Kreuz Florian Schüßler, Tel.: (09351) 50 81 - 200.

    Bearbeitet von Carolin Schulte

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