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    Stetten

    Projekt aus Stetten: Kindern in Kenia eine Zukunft geben

    Das Projektteam Ombeyi aus Stetten und Wiesenfeld stellte in zwei Versammlung in beiden Orten seine Arbeit, seine Erfolge und seine Pläne vor.
    Das Projektteam Ombeyi aus Stetten und Wiesenfeld stellte in zwei Versammlung in beiden Orten seine Arbeit, seine Erfolge und seine Pläne vor. Foto: Günter Roth

    Seit nunmehr 13 Jahren betreut das Kenia-Team Stetten-Wiesenfeld das Waisenkinder-Hilfsprojekt in Ombeyi. Ziel war bisher, Frauen bei der Versorgung und Erziehung von rund 100 Waisenkindern zu unterstützen. Mittlerweile aber wird die Hilfe auf die Bereiche der schulischen und beruflichen Bildung sowie der Gesundheitsfürsorge ausgeweitet.

    Begonnen hat diese Erfolgsgeschichte im Jahr 2005, als der Stettener Bernd Schmitt bei einer Keniareise den katholischen Geistlichen Pater Thomas kennenlernte. Seitdem hat sich das Kenia-Team in Stetten und Wiesenfeld gebildet, das nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe schon Vieles vor Ort bewirken konnte. Durch Krankheiten, insbesondere AIDS, gibt es in dem eigentlich fruchtbaren Hochland von Ombeyi sehr viele Waisenkinder. Eine Gruppe von acht Frauen, die sogenannten "Kiari-Frauen" bemühte sich um das Überleben dieser Kinder.

    Selbsthilfe im Vordergrund

    Nahrung, sauberes Wasser, Gesundheitsfürsorge und Bildung sind die Hauptziele der Unterstützung aus Stetten/Wiesenfeld. So konnte gleich zu Beginn ein Grundstück erworben und eingezäunt werden, das zum Anbau von Nahrungsmitteln genutzt wird, aber auch einem Gemeinschaftshaus mit Büro und Lagerraum sowie Toiletten und einem Küchenhaus Platz bietet. Mittlerweile entstand dort auch eine Brunnenanlage, ein Kindergarten und eine Primary- beziehungsweise Secondary-School. Eine grundlegende Krankenversicherung kommt den Menschen vor Ort zugute.

    Das Projektteam verfolgt ganz streng den Selbsthilfegrundsatz. Notwendige Maßnahmen werden mit den dortigen Menschen und Verantwortlichen besprochen. Dazu gibt es alle zwei Jahre einen Besuch aus Deutschland, weitere Abstimmungen laufen über die sozialen Medien wie E-Mail und Whatsapp. Geld gibt es ausschließlich für konkrete Maßnahmen, die weitgehend von den Bewohnern in Ombeyi durchgeführt werden. Am Ende erfolgt immer eine Überprüfung des Erfolgs.

    Mit Stipendien nachhaltig helfen

    Vor drei Jahren startete die nächste Phase der Ombeyi-Hilfe. Aus der Erkenntnis heraus, dass sich die Betroffenen nur durch Bildung, vor allem durch berufliche Bildung aus dem Teufelskreis der Not befreien können, gibt es jetzt für junge Erwachsene gezielte Stipendien für Hochschulstudium, eine Technikerschule oder auch für eine handwerkliche Berufsausbildung. Die Stipiendaten verpflichten sich zuvor, nach ihrem Abschluss einen Betrag von 25 Prozent in Raten zurückzuzahlen, damit andere davon profitieren können.

    Das Projektteam finanziert seine Unterstützung durch zahlreiche Aktionen wie Benefizkonzerte, Sternsingerspenden oder Fastenessen. Zentrale Idee war auch "1000 mal 10 mal 10", bei der 1000 Personen gesucht werden, die zehn Jahre lang 10 Euro spenden. Hier kamen schon mehrere Tausend Euro zusammen. Bei zwei Treffen in Stetten und in Wiesenfeld stellte der Helferkreis seine Arbeiten und künftige Planungen vor. Im Mittelpunkt stand dabei der Reisebericht über den Besuch des Projekts im vergangenen Herbst.

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    Bearbeitet von Günter Roth

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