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    Marktheidenfeld

    Raum Marktheidenfeld: Wer will Bürgermeister bleiben?

    In einem Dreivierteljahr sindBürgermeisterwahlen. Die meisten Gemeindeoberhäupter im Raum Marktheidenfeld haben sich schon entschieden, ob sie wieder antreten werden.
    2020 ist Kommunalwahl in Bayern, Gemeinderäte und Bürgermeister werden dann gewählt.
    2020 ist Kommunalwahl in Bayern, Gemeinderäte und Bürgermeister werden dann gewählt. Foto: Patrick Seeger

    In nicht mal mehr einem Jahr sind Kommunalwahlen in Bayern, und das heißt auch: Bürgermeisterwahlen. Die meisten amtierenden Gemeindeoberhäupter im Raum Marktheidenfeld haben sich schon entschieden, ob sie bei der Wahl 2020 antreten werden.

    Das Ergebnis ist im Grunde wenig überraschend und spiegelt den Generationswechsel wieder, der bei der Bürgermeisterwahl 2014 stattfand. Einige kamen neu in das Amt und würden gerne noch eine zweite Wahlperiode weitermachen. Und die "alten Hasen", von denen sich manche der Altersgrenze von 67 Jahren zumindest langsam annähern, machen Platz für den Nachwuchs.

    Helga Schmidt-Neder macht Bürgermeisterstuhl frei

    Schon vor ihrer Wiederwahl 2014 gab Marktheidenfelds Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder bekannt, dass sie bei der Wahl 2020 nicht mehr antreten werde. Dabei ist es auch geblieben. Als Kandidaten für das Amt der dann 63-Jährigen bei der kommenden Wahl schickte bisher nur die CSU den parteilosen Thomas Stamm ins Rennen.

    „Von meiner Seite aus gerne“, sagt Bertram Werrlein auf die Frage, ob der als ein zweites Mal als Bürgermeister von Karbach zur Wahl steht. "Wenn die Fraktion dahintersteht." Davon geht der 52-Jährige aber aus. „Zwei Perioden sind sinnvoll, da in der ersten schon mal viel Altlasten abgearbeitet werden müssen.“

    Achim Müller macht in Birkenfeld weiter

    Auch Birkenfelds aktuelles Oberhaupt, Achim Müller, will bei der Kommunalwahl wieder antreten, es wäre seine zweite Amtsperiode. „Wir haben viel gemacht, haben aber auch noch viel vor.“ Freude macht das Amt dem 56-Jährigen noch und er glaubt, dass die Bürger mit seiner Arbeit zufrieden sind.

    „Ich weiß es tatsächlich noch nicht“, sagt Agnes Engelhardt. Die Bischbrunner Bürgermeisterin wurde erst im Juli 2016 nach dem Tod ihres Mannes Joachim in das Amt gewählt. Nicht dass sie eine Kandidatur rigoros ablehnen würde. "Im Gemeinderat haben wir einfach noch nicht darüber gesprochen." Durch die Einheitsliste – die nach ihrer Einschätzung in Bischbrunn auch bleiben werde – hätten sie aber auch keinen zeitlichen Druck. 

    Triefenstein braucht einen neuen Bürgermeister

    Bei der nächsten Wahl nicht mehr dabei sein wird Triefensteins Bürgermeister Norbert Endres. „Ich bin bei der Wahl 63 Jahre alt“, sagt Endres, seine Frau und er sind Großeltern geworden und er freue sich auf mehr Zeit mit der Familie. Er war dann zwölf Jahre im Amt, sagt er. Wäre er jünger, würde er weitermachen wollen.

    Bis zur Jahresversammlung der Urspringer Ortsgruppe der CSU hielt sich Bürgermeister Volker Hemrich mit Aussagen zu einer zweiten Amtszeit bedeckt. Dort gab er dann bekannt, dass er 2020 wieder kandidieren werde. Eine gemeinsamen Einheitsliste in Urspringen für die nächsten Kommunalwahlen ist gerade im Gespräch.

    Schon beim Jahresabschlussessen im Januar gab Rothenfels' Bürgermeister Michael Gram bekannt, dass er sich wieder zur Wahl stellen würde. "Schließlich möchte ich das Rathaus einweihen und die Fördergelder verarbeiten", sagte der 47-Jährige damals.

    Dienstältester Bürgermeister zieht sich zurück

    Nicht mehr als Bürgermeister für Roden kandidieren wird Otto Dümig, wie er bei der Bürgerversammlung Anfang Mai mitteilte. Damit scheidet der dienstälteste Bürgermeister – seit dem Jahr 1990 ist er im Amt – im Raum Marktheidenfeld aus. Wermutstropfen für seinen Nachfolger: Durch den Einwohnerrückgang in Roden und Ansbach sinkt nicht nur die Größe des Gemeinderats von zwölf auf acht Mitlieder, sondern auch die Entschädigung für den Bürgermeister von zwischen 2500 bis 3750 Euro auf nur noch 1000 bis 2600 Euro.

    "Ja, ich werde mich nochmal dem Wählervotum stellen", sagt Kreuzwertheims Bürgermeister Klaus Thoma. Er betont: "Ich möchte noch was bewegen." Einige Projekt gelte es noch weiterzuführen, aber sein Amt würde ihm auch einfach Spaß machen.

    Dem schließt sich auch Thorsten Schwab an: "Mir macht es nach wie vor Spaß", antwortet er auf die Frage nach dem Bürgermeisteramt. Eine Zusage, ob er für den Posten als Hafenlohrs Gemeindeoberhaupt bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr wieder antreten wird, kann er aber leider noch nicht geben – das Thema kam in der CSU-Fraktion bisher einfach noch nicht zur Sprache.

    Kandidatur für eine letzte Amtszeit in Esselbach

    Ebenfalls wieder zur Wahl stellen will sich Erlenbachs Bürgermeister Georg Neubauer. Er habe sich seiner FWG-SPD-Fraktion rückversichert, der Kandidatur zur dritten Amtsperiode des 48-Jährigen steht nun nichts im Wege.

    Auch Richard Roos, Bürgermeister in Esselbach, wird 2020 nochmal zur Wahl antreten.  "Aber das letzte Mal", wie er verrät. Seine letzte Amtszeit möchte Roos nutzen, um langjährige Projekte wie das Dorfgemeinschaftshaus abzuschließen. Danach habe er vor, nach 13 Jahren das Feld zu räumen.

    Mit einem deutlichen "Jawohl" beantwortet Thea Kohlroß, ob sie im kommenden Jahr wieder um ihr Amt als Bürgermeisterin von Schollbrunn kandidieren will. Einige Projekte hat die Gemeinde während ihrere Amtszeit geschafft, wie den Dorfladen, andere stehen an, wie der Ableitungskanal. Zur Wahl wird es wieder eine Bürgerliste geben, sagt Kohlroß.

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