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    Karlstadt

    Revolution beim Parken in Karlstadt

    Parkgebühren können bald über das Handy bezahlt werden. Und es sind weitere Neuerungen geplant. 
    Parken mit Park-App Parkster, hier in Volkach. Foto: Andreas Brachs

    Ab 1. Januar wird in Karlstadt digital geparkt. Zumindest soll es dann möglich sein, übers Mobiltelefon die Parkgebühren zu bezahlen. Außerdem soll man für kurze Erledigungen maximal 15 Minuten kostenlos parken dürfen. Damit nicht genug: Elektroautos sollen generell kostenlos abgestellt werden können - innerhalb der am jeweiligen Parkplatz üblichen Zeiten.

    Die Stadträte stimmten in ihrer jüngsten Sitzung dem Vorschlag der Verwaltung zu, mit der Firma Parkster (München) einen Fünf-Jahres-Vertrag abzuschließen für eine Park-App, bei der für die Autofahrer keine Gebühr anfällt. Die anfallenden Kosten wird die Stadt tragen. Sie staffeln sich nach der Akzeptanzquote. Wenn beispielsweise 56 bis 100 Prozent der Autofahrer die App nutzen, muss die Stadt fünf Prozent der Parkeinnahmen als Transaktionsgebühr abführen. Unter 26 Prozent Akzeptanz verlangt Parkster keine Gebühren. Dazwischen gibt es eine Abstufung, wie viel die Stadt abgeben muss.

    Bis zu 15 Minuten kostenlos

    Parkster bietet eine Reihe von Zusatzleistungen, zu denen auch die Beschilderung gehört, die auf das Handy-Parken hinweist. Die Parkgebühr wird minutengenau abgerechnet und lässt sich innerhalb der höchstzulässigen Parkdauer verlängern. Für die Autofahrer entfällt die Suche nach  Kleingeld und der Marsch zum Parkautomaten. Wer will, kann aber auch künftig seinen Parkschein am Automaten lösen.

    Um für kurze Erledigungen am Automaten einen kostenfreien Parkschein zu bekommen, muss die Software dort geändert werden. Sie wird auch gleich so umgestellt, dass man für Elektroautos kostenfreie Parkscheine ziehen kann.  Diese Software-Anpassung soll für die neun Parkscheinautomaten in der Karlstadter Altstadt insgesamt 4200 Euro kosten.  

    Mindereinnahmen für die Stadt

    Das Kurzzeit-Parken kann aber auch über die App gebucht werden. Eine weitere Möglichkeit ist eine elektronische Uhr, die in die Windschutzscheibe gelegt wird und die 15 Minuten rückwärts bis 0 zählt.  Die Idee einer Sanduhr wurde verworfen. Bürgermeister Paul Kruck: "Die kann auch mal verstopft sein."

    Derzeit erwirtschaften die Parkscheinautomaten im Jahr rund 93 000 Euro. Nach einer überschlägigen Berechnung dürfte sich diese Summe um rund 13 000 auf 80 000 Euro verringern, verursacht hauptsächlich durch das kostenfreie Kurzzeitparken für schnelle Erledingungen.  

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