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    Karlstadt

    Rund 500 Main-Spessarter bei Wallfahrt zum Kiliansdom

    Die Wallfahrer kamen mit Bus und Auto, zu Fuß, aber auch mit dem Schiff zum Kiliani-Gottesdienst nach Würzburg. Foto: Rebecca Hornung

    Rund 1200 Gläubige sind am Mittwochvormittag, 10. Juli zum Kiliani-Gottesdienst der Dekanate Karlstadt, Lohr, Kitzingen und Ochsenfurt in den Würzburger Kiliansdom gekommen, um der drei Frankenapostel zu gedenken – 500 von ihnen mit Bussen, 250 Menschen mit einem Schiff, andere zu Fuß oder mit dem Auto. Es fehle eigentlich nur noch das Flugzeug, scherzte Weihbischof Ulrich Boom. Auch aus Karlstadt und Lohr waren 500 Menschen angereist. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. „Wir versammeln uns am Schrein der Glaubenszeugen, die uns das Evangelium gebracht haben“, betonte Boom. „Sie haben im wahrsten Sinne des Wortes für Christus und seinen Zuspruch den Kopf hingehalten und wollen uns ermutigen, dass auch wir den Kopf hinhalten für Gott und seine Menschen.“ Das mache keinen Kopf kürzer, sondern mutiger und stärker.

    Auf dem Boot des Lebens

    Mut brauche es auch auf dem „Boot des Lebens auf dem Lebensmeer“, also auf dem Kirchenschiff, dem Tanker der Gesellschaft oder auf dem kleinen familiären Lebensboot, sagte Weihbischof Boom. Oft stellten Gegenwind und hohe Wellen die Passagiere vor Herausforderungen. Anders sehe das Bild auf dem Kiliansschrein in der Krypta des Neumünsters aus. Es zeige Kilian und seine Gefährten auf ihrem Boot. Allerdings gebe es keinen Sturm und die Wellen plätscherten eher dahin. „Es herrscht Flaute, es tut sich nichts. Auch das ist eine unserer Erfahrungen in der Gemeinde oder im privaten Leben.“ Nichts gehe voran, man drehe sich im Kreis. Trotzdem nähmen Kilian und seine Gefährten keine resignierte Haltung ein. „Die Gefährten bringen das Boot mit vereinter Kraft und im Gleichschlag vorwärts.“

    Mit dabei auf dem Boot der Frankenapostel sei das Kreuz in Kilians Händen. „Das Kreuz ist Zeichen für Christus, Zeichen der Liebe Gottes zu uns Menschen“, betonte der Weihbischof. Gott schenke Zuversicht und halte die Menschen. Dafür sei auch die Gemeinde da, um sich im Glauben zu stärken und einander unter die Arme zu greifen. „Kilian und seine Gefährten mussten wohl von den Geistesgaben erfüllt sein, von Kraft, Liebe und Besonnenheit. Darum konnten sie sich auf Fremdes und Ungewohntes einlassen, weil sie sich auf Gott verlassen konnten“, sagte Weihbischof Boom und rief das Motto der Kiliani-Wallfahrt „Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ aus dem zweiten Timotheusbrief in Erinnerung.

    Buswallfahrt aus Main-Spessart

    Nach dem Gottesdienst konnten sich die Wallfahrer einen Einzelsegen abholen und sich anschließend auf dem Kiliansplatz stärken und austauschen. Dass Kiliani nicht nur in Würzburg gefeiert wird, sondern auch draußen in der Diözese, das wollte Johannes Weismantel, Leiter des Diözesanbüros Main-Spessart, mit der Buswallfahrt verdeutlichen. „Unsere Busse fuhren knapp 50 Gemeinden an und brachten die Wallfahrer zu vier Kirchen in Arnstein, Wohnrod, Marktheidenfeld und Lohr“, erklärte Weismantel. Nach dem gemeinsamen Morgengebet fuhren die Busse zum Viehmarktplatz nach Würzburg. Von dort aus liefen die rund 500 Wallfahrer gemeinsam über die Alte Mainbrücke zum Kiliansdom. Musikalisch begleitet wurden sie von Musikern aus Wohnrod, Wombach und Waldzell.

    Bearbeitet von Anna-Lena Behnke

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