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    Eußenheim

    Rußrindenkrankheit im Kalten Grund

    Im Verlauf des Waldbeganges des Gemeinderates Eußenheim informierte Revierförster Ralf Schmidl darüber, dass in der Hundsbacher Waldabteilung "Kalter Grund" die von einem Pilz verursachte Rußrindenkrankheit aufgetreten sei. Die Krankheit entwickele sich unter der Rinde und sei Anfangs nicht sichtbar. Erst nach etwa zehn Jahren ist die Krankheit durch den Rindenabfall erkennbar. Da die Pilzsporen Lungenkrankheiten verursachen können, muss der Baum durch einen Feuerwehreinsatz ordnungsgemäß entsorgt werden.

    Des weiteren zeigten Revierförster Ralf Schmidl und Forstdirektor Christoph Kirchner in der Waldabteilung "Heßlarer Rain" in Bühler vorhandene Trockenschäden auf, wobei besonders ältere Buchen im Alter von rund 120 Jahren betroffen sind. Für die Verwertung gibt es mit Brennholz, Sägeholz und das teilweise Stehenlassen als Totholz drei Verwendungsarten. Allerdings bekommt die Gemeinde für das Totholz keine Förderung.

    Trockenschäden im gesamten Gemeindewald

    Die Holzfachleute erklärten, dass Trockenschäden im gesamten Gemeindewald ersichtlich seien. Besonders sei jedoch Bühler betroffen, da durch die Hanglagen das Regenwasser abfließt und nicht im Boden versickert. Aufgrund des geringen Fichtenanteils ist der Gemeindewald nicht so stark vom Borkenkäferbefall betroffen wie in anderen Gemeinden. Die von den Trockenschäden betroffenen Bäume sollen im Winter gefällt werden. Betroffen sind vor allem Buche, Eiche und Kiefer.

    Revierförster Ralf Schmidl wies darauf hin, dass die Gemeinde für die Sicherheit der öffentlichen Waldwege verantwortlich sei. Sollte bei den regelmäßigen Kontrollen festgestellt werden, dass diese Sicherheit durch herabfallende Äste und umstürzende Bäume nicht mehr gewährleistet ist, können einzelne Wege bei Bedarf für die Öffentlichkeit gesperrt werden.

    Heimischen Wald nicht durch Exoten ersetzen

    In der Waldabteilung "Hermannsklinge" in Bühler soll bei einer rund fünf Hektar großen Jungbestandsfläche, die vor zehn bis 15 Jahren angelegt wurde, eine Pflegemaßnahme durchgeführt werden, da die Fläche durch Haselnussbüsche stark bewachsen ist. Die Haselnussbüsche will man zur Verrottung liegen lassen.

    In der gleichen Waldabteilung sowie in der Abteilung "Finsterweg" wurden kleinere Versuchsflächen mit vor zwei Jahren eingepflanzten, sogenannten Fremdländern, wie zum Beispiel dem chinesischen Blauglockenbaum und Mammutbaum, besichtigt. Es soll hier festgestellt werden, wie sich diese Baumarten im heimischen Wald bewähren. Allerdings erklärte Kirchner, dass die Exoten nicht den Wald von morgen bilden sollen. Keinesfalls wolle man den kompletten Wald durch andere Baumarten ersetzen.

    In den vergangenen Jahren wurden 21 Hektar neu bepflanzt und die laufenden Ausgrasungen dieser Fläche können von den Waldarbeitern alleine nicht bewältigt werden. Daher sollen auch Arbeiter von externen Forstunternehmern mit eingesetzt werden.

    In diesem Zusammenhang dankte Forstdirektor Christoph Kirchner dem Bürgermeister und dem Gemeinderat für die Bereitschaft, immer wieder viel Zeit und Geld in die Weiterbildung der Waldarbeiter zu investieren.

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