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    Gambach

    SPD fordert die Reaktivierung der Bahnhaltestelle in Gambach

    Fordern die Errichtung einer Bahnhaltestelle in Gambach: Martha Bolkart-Mühlrath, Joachim Gehrig, Barbara Huß, Heidrun Pfaff, Alfons Mühlrath und Marian Schydlowski. Foto: Monika Gehrig

    Zum Fahrplanwechsel am 2. Juni 1991 wurde der Bahnhof in Gambach geschlossen. Seitdem gibt es in Gambach keine Bahnhaltestelle mehr, heißt es in einer Pressemitteilung des SPD-Ortsvereins Gambach. Die Politik setzte seinerzeit auf den Straßenverkehr. Die Teilprivatisierung der Bahn, Schließung von Haltestellen, Verteuerung von Bahnfahrten machten das Verkehrsmittel Bahn immer unattraktiver. Besonders in den letzten Jahren setzte jedoch ein Umdenken ein. Nicht zuletzt die im letzten Jahr heiß geführten Diskussionen um den Klimawandel führten zu einem in der Gesellschaft weit getragenem Bewusstseinswandel. Verkehrskollaps in den Städten, Feinstaubbelastungen, hohe CO2 Belastungen führten unter anderem dazu, dass es auch zu einem Umdenken in der Mobilität kommen muss, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Stärkung des ÖPNV und damit Reduzierung des Individualverkehrs sind einige wichtige Forderungen.

    Nehmen wir diese Forderungen ernst und wollen wir wirklich eine Verkehrswende, kommen wir nicht daran vorbei, stillgelegte Bahnstrecken und Haltestellen wieder zu reaktivieren, schreibt die SPD in ihrer Mitteilung. Die Stärkung der Schiene ist wesentlicher Teil des Klimapaketes. So will der Bund die Bahn mit 86 Milliarden unterstützen, davon sollen 20 Milliarden für das Klimapaket  sein. Mit diesen finanziellen Unterstützungsmaßnahmen  sei nun der richtige Zeitpunkt für eine Reaktivierung  der Haltestelle in Gambach  gekommen.

    Von Aschaffenburg bis Würzburg gibt es in jedem größeren Ort eine Bahnhaltestelle, außer in Gambach. Selbst ein Ort wie Wernfeld mit rund 1000 Einwohnern  hat eine Bahnhaltestelle.

    Der größte Teil der berufstätigen Bürgerinnen und Bürger aus Gambach sind Pendler, die aufgrund unzureichender Busverbindungen leider auf das Auto angewiesen sind. Viele von ihnen könnten mit dem Zug zur Arbeit fahren. Einkäufe nach Karlstadt, nach Würzburg oder in andere Landkreisstädte könnten mit der Bahn erledigt werden. Touristen könnten in Gambach aussteigen und direkt das Naturschutzgebiet Kalbenstein auf dem geologischen Pfad erreichen. Für Pendlerparkplätze ist bei der Kläranlage ausreichend Platz.

    Die Gambacher Stadträtin Martha Bolkart-Mühlrath und der SPD-Ortsverein Gambach setzen sich dafür ein,  die  Bahnhaltestelle in Gambach zu reaktivieren.  Die Forderung, diese Haltestelle wieder zu eröffnen, wird an die Bahn und an den Bundestagsabgeordneten Bernd Rützel herangetragen mit der Bitte, dieses Vorhaben zu unterstützen.  Außerdem wird bei der Stadt Karlstadt ein Antrag eingereicht, dieses Vorhaben zu begleiten und zu befürworten, endet die Mitteilung.

    Bearbeitet von Michaela Moldenhauer

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