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    Lohr

    SPD will bei Lohrer Parkdeck nichts übereilen

    Das Lohrer Parkdeck. Foto: Roland Pleier

    Die SPD-Fraktion im Lohrer Stadtrat bedauert in einer Stellungnahme zum Antrag der CSU, das Thema Parkdeck auf die Tagesordnung der Sitzung am 6. November zu nehmen, dass die Frage des Ersatzbaus für das Parkdeck offensichtlich zum Politikum werde und Sachargumente für manche Ratsmitglieder nachrangig seien. Die CSU hatte beantragt, der Stadtrat möge "die sofortige Wiederaufnahme und Fertigstellung der erforderlichen Planungen" beauftragen und alle notwendigen Schritte zum Abriss des alten Parkdecks einleiten. Abriss und Neubau sind nach Vorstellungen der CSU nicht von der Stadt, sondern von einem Generalunternehmer zu erledigen.

    "Die erste vollumfängliche Information über die städtebaulichen und vor allem auch verkehrlichen Auswirkungen des Parkdeck-Ersatzbaus wurde in der Stadtentwicklungs- und Umweltausschusssitzung am 9. Juli vorgestellt. Vor allem die Vorstellung des Verkehrsplaners BrennerPlan mit einem prognostizierten Verkehrsaufkommen von täglich 7300 Fahrzeugbewegungen in der Ignatius-Taschner-Straße veranlasst die SPD-Fraktion dazu, nochmals über den Standort des Parkhaus-Neubaus nachzudenken und eine fachliche Abwägung zu treffen", heißt es in der Stellungnahme der SPD.

    Verschiedene Verkehrsknotenpunkte – vor allem am Rand der oberen Altstadt – sieht die SPD "an der Grenze zur Überlastung". Die Auswirkungen für Mensch und Umwelt im innerstädtischen Quartier rund um das Brauereiareal mit all seinen negativen Aspekten, wie Lärm, Abgase und potenziellen Gefahrenquellen für Fußgänger und Radfahrer, könnten nicht gewollt sein.

    "Bedauerlich ist", so die SPD, "dass diejenigen, die die Beauftragung eines Verkehrsentwicklungskonzepts lange verzögert haben, jetzt ohne Berücksichtigung von veränderten Rahmenbedingungen grundlos drängen."

    Für die SPD in Lohr gelte: "Nicht unnötig hetzen lassen, sondern sorgfältig abwägen und planen, damit eine Entwicklung der oberen Altstadt bestmöglich gelingt."

    Bearbeitet von Björn Kohlhepp

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