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    STEINFELD

    Schöne, teure Idee: Feuerwehrmuseum in Steinfeld

    Die alten Feuerwehr-Gerätschaften waren eine der Attraktionen beim historischen Dorffest in Steinfeld im Jahr 2012. Foto: ArchivYvonne Vogeltanz

    Die Steinfelder Feuerwehr ist der Ansicht, dass die historischen Gerätschaften und Uniformen die sie hat, in einem Museum öffentlich ausgestellt werden sollten. Deshalb hat sie die Errichtung eines Anbaus aus Holz und Glas neben dem Feuerwehrhaus an der Rohrbacher Straße beantragt, in dem die Exponate von außen sichtbar untergebracht werden sollen. Die Sammlung sei im Landkreis Main-Spessart „in dieser Form einmalig“, schreibt die Feuerwehr in ihrem Antrag.

    Wie Bürgermeister Günter Koser (CSU) in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch erläuterte, soll nach den Vorstellungen der Feuerwehr die Gemeinde den Bau des geplanten Ausstellungsraumes übernehmen. Zwar habe die Feuerwehr tatkräftige Unterstützung angeboten, dennoch schätzte Koser die Kosten für die Gemeinde bei einer Realisierung des Projekt auf 50 000 bis 60 000 Euro.

    „Schön isses, von der Idee her ist es gut“, meinte der Bürgermeister. Allerdings machte er auch kein Geheimnis daraus, dass ihm die Kosten zu hoch sind. Auch die Zweite Bürgermeisterin Marion Gröbner war der Meinung, dass es schön wäre, wenn man die Geräte zeigen könnte, allerdings sei auch sie erschrocken über die Höhe der Kosten. „So ist es einfach zu viel.“

    Beteiligung der Wehr

    Für Theobald Herrmann (FW) ist es „eine ganz tolle Idee, so eine Attraktion in Steinfeld zu schaffen“. Seiner Ansicht nach sollte sich die Gemeinde „schon bemühen“, das „irgendwie“ hinzubekommen. Er räumte ein, dass die Höhe der genannten Kosten „abschreckend“ sei, plädierte aber dafür, sich die Sache noch einmal zusammen mit dem Feuerwehrverein anzuschauen. Die historischen Gerätschaften und Uniformen in irgendeiner alten Halle zu lagern, sei „kein Zustand“.

    Vom Grundsatz her sei der Gedanke der Feuerwehr gut, sagte Rudolf Hock (CSU), aber auch er hatte Probleme mit den Kosten. Er forderte, dass sich die Feuerwehr auch finanziell beteiligen müsse, nicht nur mit Eigenleistungen, und dass eine detaillierte Kostenaufstellung sowie eine Aufstellung über die Beteiligung der Feuerwehr erstellt werden müsse.

    Das sah Rolf Reimer (CSU) ähnlich. Erst müssten detaillierte Zahlen vorliegen, dann könne man in der nächsten oder übernächsten Gemeinderatssitzung noch einmal drüber reden. Auf jeden Fall stand für ihn aber fest: „Das Gerät gehört ausgestellt.“

    Dritter Bürgermeister Günter Siegl (CSU) erinnerte an das Vorhaben der Waldzeller Feuerwehr im vergangenen Jahr, die Beleuchtungsanlage zu erneuern. Bei diesem Antrag, der abgelehnt worden sei, sei es um 2400 Euro gegangen; im Falle der Steinfelder Feuerwehr rede man jetzt von 50 000 Euro.

    Schließlich beschloss der Gemeinderat einstimmig (14:0), dass man dem Projekt positiv gegenüberstehe und der Feuerwehrverein weitere detaillierte Angebote einholen solle. Danach werde erneut beraten.

    Ebenfalls jeweils einstimmig gab das Gremium grünes Licht für verschiedene Bauvorhaben. So soll an der Ecke Alter Dorfgraben/Würzburger Straße ein Teil einer Scheune abgebrochen werden, um dort eine landwirtschaftliche Gerätehalle zu errichten. Ferner soll in diesem Bereich ein Nebengebäude abgerissen und die Fläche mit einer offenen Kleingarage bebaut werden. Im neuen Baugebiet Schindersberg soll ein Wohnhaus gebaut werden, das minimal von den Festsetzungen des Bebauungsplans abweicht und am Zieglersrain soll eine bestehende Garage mit einem bestehenden Schuppen verbunden werden.

    Einstimmig beschloss der Gemeinderat, dass der Faschingsclub Steinfeld die Turnhalle für seine Faschingsveranstaltungen an acht Tagen bekommt, dass am 12. März dort ein Basar rund ums Kind stattfinden und schon am 11. März aufgebaut werden kann, sowie dass die Waldzeller Musikanten die Halle am 22. April zur Veranstaltung eines böhmisch-mährischen Abends bekommen.

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