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    Lohr

    Schönschreiben mit dem Gänsekiel

    Eine Seite aus dem Schönschreibheft von 1863. Foto: Schulmuseum

    Eine interessantes Exponat hat das Lohrer Schulmuseum erhalten. Ein Schönschreibheft aus dem Jahr 1863 hat der ehemalige Marktheidenfelder Rektor Heinz Zenglein dem Museum geschenkt. Solche Schriftpflegehefte hat das Schulmuseum schon mehrere. Doch dieses ist das älteste Exemplar der Sammlung, berichtet Museumsleiter Eduard Stenger.

    Von der Urgroßmutter

    Es ist das Schulschreibheft von Barbara Maier aus Ried bei Neuburg an der Donau (Urgroßmutter von Heinz Zenglein). Als museales Dokument erinnert es daran, dass die Schrifterziehung über Jahrhunderte hinweg in der Schule einen hohen Stellenwert hatte. Die persönliche Schrift galt als »Visitenkarte« des Menschen, als »Spiegelbild der Seele«.

    Entsprechend war Schönschreiben/Schriftpflege in den vergangenen Jahrhunderten ein wichtiger Teil des Unterrichts, oft mit mehreren Wochenstunden. Übrigens gab es noch bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts Schrift-Zeugnisnoten.

    Heute wird der Schüler-Schrift in den Schulen meist nur noch geringe Bedeutung zugemessen und manche Zeitgenossen mögen an den lateinischen Spruch denken: »O quae mutatio rerum« (O, wie haben sich die Zeiten geändert).

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