• aktualisiert:

    Gemünden

    Schüler der Realschule praktizieren Nachhaltigkeit

    Mitglieder des Arbeitskreises Nachhaltikgeit der Staatlichen Realschule Gemünden durften zusammen mit Stadtförster Meinolf Arndt und seinen Mitarbeitern eine Tannensaat durchführen.
    Mitglieder des Arbeitskreises Nachhaltikgeit der Staatlichen Realschule Gemünden durften zusammen mit Stadtförster Meinolf Arndt und seinen Mitarbeitern eine Tannensaat durchführen. Foto: Thomas Feser

    Die Mitglieder des Arbeitskreises Nachhaltigkeit an der Staatlichen Realschule machten eine ganz neue Erfahrung, heißt es in einer Pressemitteilung. Sie durften zusammen mit Stadtförster Meinolf Arndt und seinen Mitarbeitern eine Tannensaat durchführen. 16 Schülerinnen und Schüler hatten sich zusammen mit Biologielehrerin Anette Kern und Schulleiter Thomas Feser für diese anspruchsvolle Tätigkeit bei der Stadt Gemünden angeboten.

    Meinolf Arndt gab bei seiner Einführung zu verstehen, dass es ganz wichtig sei, diese Arbeit äußerst akribisch durchzuführen, denn das Saatgut sei sehr selten und extrem teuer. Und so wurde den Schülern bewusst, wie wichtig ihr Einsatz im Wald war. Arndt erläuterte den Schülern, dass man in etwa 100 Jahren das endgültige Ergebnis dieser Aktion würde bewundern können, wenn der neu angesäte Wald groß geworden sein wird. Bei seinen Ausführungen erhielten die Schüler eine Menge Informationen über den Wald, Naturschutz und die Wichtigkeit, für die Zukunft einen intakten Wald zu sichern.

    Die Schüler interessierten sich besonders für die Probleme durch die in den letzten Jahren zunehmende Trockenheit und die damit verbundenen Schäden im Wald. Arndt erklärte, dass niemand ein Patentrezept für die zu erwartenden Entwicklungen hätte. Deshalb versuche man mit diesem Saatgut, tiefwurzelnde Tannen mit einem genetischen Bestand aus trockenen Regionen Europas wachsen zu lassen. Saatgut sei dafür besonders gut geeignet, weil das Wurzelwerk wesentlich widerstandfähiger ist, als das von ausgepflanzten Stecklingen. Er verheimlichte aber auch nicht, welche Gefahren dem Saatgut und den frisch angegangenen Pflanzen drohen.

    Dann begann die knapp vierstündige Aktion, um das etwa 6000 Euro teure Saatgut auf etwa drei Hektar Wald auszubringen. Alle Schüler waren mit Feuereifer und dem Bewusstsein dabei, wirklich etwas Nützliches für den Umweltschutz getan zu haben.

    Zum Abschluss der Aktion zeigten sich alle sehr zufrieden über den Verlauf des Arbeitseinsatzes. Und die Schüler wollen bereits im Mai erkunden, wie denn die Saat aufgegangen ist, endet die Mitteilung.

    Zwei Mal wöchentlich bequem per E-Mail:
    Abonnieren Sie jetzt den kompakten Main-Spessart-Newsletter!

    Bearbeitet von Michaela Moldenhauer

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!