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    Lohr

    Schülerfirma setzt auf Natur, Heimat und Genuss

    Die neu gegründete Schülerfirma "Wein-Main-Glas" mit ihren Mitarbeitern und Geschäftsführer Max Wächtler (vorne Zweiter von links). Foto: Frank Zagel

    Innovation und unternehmerische Visionen sollen jetzt im soeben eröffneten "Start House" in Lohr gefördert werden. Dass innovative Ideen, wenn auch nicht unbedingt im digitalen Bereich, bereits seit vier Jahren in den P-Seminaren des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums in Lohr eindrucksvoll umgesetzt werden, war auch beim vierten Anlauf einer neu gegründeten Schülerfirma zu sehen.

    Nach den bisherigen Ideen in Form eines Schneewittchenspiels, dem Ratequiz "Phil the Gap" und den letztjährigen Skateboard- Regalen heißt das neue Projekt "Main-Wein-Glas". Im Rahmen des Junior-Programmes des Deutschen Wirtschaftsinstituts gründeten die 13 Schüler der elften Klasse eine Firma, die an dem Konzept einer Aktiengesellschaft angelehnt ist. Von der Produktermittlung, Finanzierung, Herstellung, Vermarktung bis zum Verkauf wird diese von den Schülern eigenständig geführt.

    Lohrer Sehenswürdigkeiten

    Zu erst hieß es einmal für die jungen Firmengründer möglichst viele Anteilscheine an die Eltern und Interessenten bei der Gründungsveranstaltung im Lohrer Gymnasium zu verkaufen, um das Startkapital zu generieren. Zur Vorstellung des Konzeptes um den Aufdruck eines Motives mit den bekanntesten Lohrer Sehenswürdigkeiten auf ein Weinglas, fanden sich etwa 20 neugierige Besucher ein.

    Der gewählte Geschäftsführer Max Wächtler stellte schwungvoll die Realisierung des Produktes anhand von Bildern vor und überließ seinen Abteilungsleitern die Vorstellung der Umsetzung. Man wolle mit einem konkurrenzfähigen Produkt für den Standort Lohr auf den Markt gehen, erklärte Wächtler.

    Die Themen Natur, Heimat und Genuss standen bei der Idee im Vordergrund. Wächtler warb mit einer "durchdachten Geschäftsidee" und bezeichnete das rege Interesse an der neuen Firma als ein "gutes Gespür für eine gute Geldanlage".

    Das Weinglas soll einzeln und im Duo, sowohl für Weiß- als auch für Rotwein erhältlich sein. Einige Fragen der Besucher im Anschluss brachten weitere Details auf den Tisch: Die Firma möchte mit einer Stückzahl von 250 Gläsern starten. Als Ziel für den Verkauf ist das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr angestrebt. Über die Produktionskosten möchten sich die Schüler noch konkrete Angebote einholen, der Verkaufspreis wird bei etwa zehn Euro liegen. Auf den Einwand eines Besuchers, ob die Gläser auch spülmaschinenfest seien, erklärte Schachler überzeugend, dass dies der Fall sein werde, da seine Firma ein hochwertiges Produkt anbieten möchte, verwies jedoch darauf, dass Weingläser generell von Hand gespült werden sollten, um einer Vergilbung vorzubeugen.

    Kein Wunder, dass der bereits bei den vorausgegangenen Projekten als betreuender Lehrer des Projektes zur Verfügung stehende Lehrer Stefan Lausberger nur als stiller Besucher der Firmengründung zugegen war und den professionellen Ablauf seinen Schülern überließ.

    Anteilscheine können noch unter mainweinglas@gmx.de erworben werden.

    Die Abteilungsleiter: Finanzen: Benedikt Vormwald, Verwaltung: Andreas Suchanka, Produktion: Fabio Hasenstab, Marketing: Nele Aulenbach.

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