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    URSPRINGEN

    Schulleitung: Bewährtes bewahren und offen sein für Neues

    Doris Weisenberger wurde am Mittwoch offiziell in ihre Amt als Schulleiterin der Grundschule Urspringen eingeführt. Foto: Ralf Thees

    Wie eine gemütliche kleine Familienfeier wirkte die offizielle Einführung der neuen Leiterin der Grundschule Urspringen. Und diese Eindruck täuschte nicht: Die neue Schulleiterin Doris Weisenberger ist schon lange Zeit Teil der Urspringer Schulfamilie.

    Seit 21 Jahren als Lehrerin in Urspringen

    Schon ihre ersten Schritte als Pädagogin machte sie noch als Lehramtsanwärterin in Urspringen. Nach dem zweiten Staatsexamen 1989 war sie als Lehrerin in Wiesthal und Triefenstein tätig, erzählte Schulrätin Doris Grimm von staatlichen Schulamt Main-Spessart in ihrer Rede bei der Feier. „Du warst mit deiner Fächerkombination Englisch, evangelische Religionslehre, Sport und Schwimmen vielseitig einsetzbar“, sagte Grimm zu Doris Weisenberger. 1997 kam Weisenberger wieder zurück an die Grundschule – und blieb dort bis heute. Seit 2005 war sie stellvertretende Schulleiterin an der Seite von „Chefin“ Irmtrud Wisheckel, die sich mit Ende des vergangenen Schuljahrs in den Ruhestand verabschiedet hat.

    Doris Weisenberger sei eine gute Wahl für eine Schulleiterin, so Grimm. Sie verfolge ruhig ihre Ziele; nicht nur die Qualitätssicherung sei Weisenberger ein Anliegen, sondern auch deren Steigerung. Vieles im Schulbereich sei im Fluss, sagte die Schulrätin, Themen wie Inklusion oder Digitalisierung werfen Fragen auf. Unterstützt von einer starken Elternschaft und dem Schulamt werde Weisenberger das meistern, sagte Doris Grimm, auch die Kommune stehe hinter der Schule.

    Schule an Standortkriterium

    Für die Kommune sprach Urspringens Bürgermeister Volker Hemrich seinen Glückwunsch an die neue Schulleiterin aus, Otto Dümig war als Bürgermeister von Roden bei der Feier auch dabei. Der Leitungswechsel sei für ihn leicht, sagte Hemrich. „Sie sind seit 21 Jahren an der Schule, kennen die Abläufe und brauchen keine Eingewöhnungsphase.“ Weisenbergers ruhige Art mit Blick auf Neues wisse Hemrich zu schätzen. Die Schule, deren Konzept und Ausstattung – soweit es die Gemeinde als Sachaufwandsträger leisten kann – seien ihm wichtig, so der Bürgermeister. Auch weil eine gute Schule bei der Wahl des Wohnorts den Ausschlag geben könne.

    Befürchtungen hatten die Eltern, bekannte deren Vertreter Jochen Reinhard, als sie hörten, dass Irmtrud Wisheckel aufhört und auch das Sekretariat der Schule neu besetzt wird. Als die Eltern aber hörten, dass Doris Weisenberger Schulleiterin wird, „waren wir ein Stück weit beruhigt“, so Reinhard. Er traue ihr die Aufgabe zu, Weismann sei motiviert und engagiert.

    Ohne Mitarbeiter aufgeschmissen

    „Viele wissen, dass ich Veränderungen mag – aber warum bin ich dann nach über 20 Jahren immer noch da?“, fragte zum Abschluss die neue Schulleiterin. Weisenberger habe gemerkt, „Veränderungen bringen mir nur etwas, wenn ich in Urspringen bleibe.“ Das Besondere sei für sie die Familie, die ihr den Rücken frei hält, aber sie auch einmal ermahnt. Oder die Unterstützung vom Schulamt und den beiden Bürgermeistern, „das ist nicht selbstverständlich“, sagte Weisenberger. Und an alle Mitarbeitern in der Schule: „Ich sage es euch ganz flapsig – ohne euch wäre ich aufgeschmissen.“

    Bewährtes bewahren und offen sein für Neues, gelte für Weisenberger. Bei allem sei Nachhaltigkeit wichtig, „die Schüler müssen das nötige Rüstzeug erhalten haben, wenn sie die Schule verlassen“.

    Kinder des Musikvereins Urspringen spielen unter der Leitung von Andre Degand Lieder für die neue Schulleiterin der Grundschule. Foto: Laura Brönner

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