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    Urspringen

    Schulverband nimmt Darlehen auf

    Investitionsumlage oder Finanzierung über ein Darlehen? Diese Frage zum Thema Haushaltsvorberatung stellte sich der Schulverband Urspringen jüngst in seiner Sitzung. Denn der Schulverband hat sich für dieses Jahr viel vorgenommen und möchte einige Sanierungsmaßnahmen an der Grundschule Urspringen durchführen. Allen voran will er die veraltete Öl-Niedertemperaturheizung aus dem Jahr 1985 gegen eine umweltfreundlichere Anlage austauschen. Ebenso will er die Sporthalle und das Atrium im Innenhof sanieren.

    Die Kostenschätzungen für diese Maßnahmen belaufen sich auf 414 000 Euro, wofür sich die Gemeinde Urspringen für das Kommunale Investitionsprogramm (KIP) bei der Regierung von Unterfranken beworben und bereits eine Zusage erhalten hat. Dieses Programm fördert Maßnahmen der energetischen Sanierung kommunaler Gebäude und Einrichtungen und sieht einen Zuschuss in Höhe von bis zu 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben vor. Im Fall der Grundschule Urspringen ist mit einer Zuwendung von 256 000 Euro auszugehen.

    Wie Bürgermeister Volker Hemrich in der Sitzung berichtete, sind hierfür die Anträge letzte Woche fristgerecht bei der Regierung eingereicht worden. Allerdings bleibt für den Schulverband, dem die Gemeinden Roden und Urspringen angehören, noch ein Eigenanteil von 158 000 Euro. Nach den Ausführungen der Kämmerin Gabriele Schneider hat der Schulverband zwei Möglichkeiten: den Eigenanteil über eine sogenannte Investitionsumlage - nach der Schülerzahl in Roden/Ansbach (27 Schüler) und Urspringen (41 Schüler) - umzulegen oder über ein Darlehen zu finanzieren. Letzteres bevorzugt die Kämmerin, da derzeit noch ein günstiges Zinsniveau vorliege.

    Das Gremium folgte dem Vorschlag der Kämmerin und wird den Eigenanteil über ein Darlehen finanzieren. Denn beiden Gemeinden stehen in diesem Jahr noch weitere große Investitionen bevor, die deren Haushalt belasten. Erfreulicherweise hat der Schulverband derzeit 90 000 Euro an Rücklagen auf der hohen Kante und könnte damit den Eigenanteil minimieren. Doch das Gremium entschied sich dafür, die Rücklagen für die "Wunschliste" der Schulleiterin Doris Weißenberger zu verwenden, die Ausgaben von etwa 35 000 Euro vorsehen. Somit hätte der Schulverband noch ein Polster an Rücklagen.

    Ganz oben auf der Liste von Weißenberger steht ein größeres Büro, das durch den Tausch mit dem Lehrerzimmer entstehen soll. Denn die aktuelle Situation, dass Arbeitsplätze im Büro geteilt werden müssen, gehe auf Dauer nicht, erklärte die Schulleiterin. Neben Anschaffungen für die Ausstattung der Schule und Unterrichtsmaterialien steht auch die Umsetzung des "digitalen Klassenzimmers" auf der Agenda, die die Schule verwirklichen möchte. Fördermittel hierfür sind bereits beantragt.

    Bearbeitet von Sabine Eckert

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