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    Würzburg

    Seelsorger sollen Schulleben mitgestalten

    Am Freitag, 5. Juli, ist der sechste Kurs "Weiterbildung Schulpastoral" zu Ende gegangen. Elf Frauen aus allen Schularten und aus dem ganzen Bistum Würzburg wurden als neue Schulseelsorgerinnen beziehungsweise Verantwortliche für Schulpastoral beauftragt, heißt es in einer Pressemitteilung. Nach einer Eucharistiefeier in der Jugendkirche Würzburg fand im Burkardushaus ein Festakt mit der Verleihung der Zertifikate über den zweijährigen Kurs statt. Die Weiterbildung wurde in Kooperation mit dem Institut für Lehrerfortbildung Gars am Inn und "Theologie im Fernkurs" durchgeführt.

    Der Gottesdienst unter dem Motto "Schritte wagen" wurde von Mitarbeitern der Kirchlichen Jugendarbeit musikalisch gestaltet. Schulreferent Domdekan Prälat Günter Putz betonte in seiner Predigt, dass die qualifizierten Lehrkräfte diejenigen seien, die für Kinder und Jugendliche erfahrbar machten: "Gott ist da und begleitet die Schritte in unserem Leben." Im Anschluss an die Messe gab es einen Rückblick auf die Weiterbildung.

    Der Schulpastoral-Kurs unter der Leitung von Helga Kiesel und Ulrich Geißler forderte von den Teilnehmerinnen ein hohes Maß an Zeit, Kreativität und Engagement, so die Mitteilung weiter. 17 Kurstage, zehn Sitzungen Supervision, sechs Austauschtreffen in Praxisgruppen sowie das Studium von einschlägiger Literatur und Lehrbriefen von "Theologie im Fernkurs" waren zu leisten. Zu den Inhalten der Qualifizierung gehörten die Auseinandersetzung mit der eigenen Person und Rolle, der eigenen Spiritualität sowie die Beschäftigung mit Kommunikation und Beratung, Gruppenprozessen, institutionellen Rahmenbedingungen von Schule und den Lebenswelten von Schülern.

    Die Teilnehmerinnen wurden dafür qualifiziert, auf vielfältige Weise das Schulleben mitzugestalten. "Die Begleitung von Schülern und Lehrkräften geschieht in Form von Beratungsgesprächen und Trauerbegleitung. Spirituelle Angebote wie zum Beispiel Zeiten der Stille, Schulkreuzweg, Frühschicht im Advent oder Projekttage mit religionspädagogischen und künstlerischen Elementen bereichern die Schule", erklärten Geißler und Kiesel. 

    Die Projekte der Schulseelsorgerinnen
    Angela Beck (Jack-Steinberger-Gymnasium Bad Kissingen): Raum für Stille: Ruhe – Präsenz – Achtsamkeit – Unterbrechung; Miriam Buchhold (Mittelschule Höchberg): Start in den Tag – in der Adventszeit; Martina Harrer (Gymnasium Frankenlandschulheim Schloss Gaibach): Qualifizierung und Begleitung von Tutoren; Kristina Kaniber (Grundschule Karlstadt): Raum der großen Fragen, Tanja Klauer (Dr. Ernst-Schmidt-Realschule Ebern): Lichtmomente im Schulalltag; Christine Ortloff (Grundschule Bad Brückenau): Schulleben gestalten mit der AG Schulspiel; Birgit Pfeifer (Johann-Rudolph-Glauber-Realschule Karlstadt): Auszeit „Steh auf und iss“. Spirituelles Angebot zur Stärkung und Ermutigung in der Prüfungszeit; Simone Schmalz (Förderzentrum Heide-Schule Schwebheim): Spirituelle Impulse zu Advent und Weihnachten – Gemeinsam auf dem Weg; Michaela Steinmetzer (Röntgen-Gymnasium Würzburg): Meditative Elemente und Ruhepausen im Verlauf des Schuljahres; Emilia Wlodarski (Private Katholische Grund- und Teilhauptschule Elisabethenheim): Augenblick mal – Elemente der Stille im Schulalltag; Kerstin Zull (Dr. Georg-Schäfer-Berufsschule Schweinfurt): Komma(l) – Die etwas anderen Mittagspausen für Berufsschüler.

    Bearbeitet von Rebecca Wolfer

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