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    WIESTHAL

    „Sie fragen – wir antworten“

    Rund 40 kamen zur Diskussion des CSU Ortsverbandes Wiesthal/Krommenthal. Foto: Larsen Roth

    Etwa 40 Bürger waren der Einladung des CSU Ortsverbandes Wiesthal/Krommenthal laut einer Mitteilung gefolgt, um mit Alexander Hoffmann (MdB), Thorsten Schwab (MdL) und dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis Aschaffenburg, Norbert Geis, zu diskutieren.

    Straßenausbaubeiträge diskutiert

    Nach der Begrüßung durch den Ortsvorsitzenden Helmut Frenzel informierte Schwab zunächst über das weitere Vorgehen hinsichtlich der abgeschafften Straßenausbaubeiträge: Rückwirkend zum 1. Januar übernimmt der Freistaat alle Kosten hierfür. Kommunen, die bereits Mittel in den Haushalt eingestellt hätten, werden über einen Sondermaßnahmentopf mit circa 65 Millionen Euro entschädigt. In der Diskussion wurde deutlich, dass man von der Politik erwarte, dass sich die Regelung nicht zum Nachteil des ländlichen Raumes auswirken dürfe.

    Näher als die bayernweit abgeschafften Straßenausbaubeiträge war den Zuhörern dann die Planung der Staatsstraße 2317. Seit Jahren erhoffen sich die Anwohner einen Ausbau der Straße zwischen Partenstein und Krommenthal. Vertreter der Gemeinde erklärten hierzu, dass sich das Projekt aktuell in der Planfeststellungsphase befinde.

    Digitalisierung auf dem Land

    Im Anschluss wurde intensiv über die Digitalisierung und die Vor- und Nachteile für den ländlichen Raum gesprochen. Die technologische Entwicklung werde wie bei großen Umwälzungen in der Vergangenheit zwar einerseits gestern noch alltägliche Berufe überflüssig machen, andererseits werden viele neue hinzukommen.

    Das ersatzlose Streichen von Arbeitsplätzen müsse laut den Diskussionsteilnehmern nicht befürchtet werden, eher im Gegenteil. Für den ländlichen Raum böten sich einige Vorteile: Tele-Medizin, die Telearbeit, so wie insgesamt die Dezentralisierung von Arbeitsplätzen seien hier besonders hervorzuheben.

    Ob allerdings auch der Glasfaser-Ausbau in jedes Haus in absehbarer Zeit zu realisieren ist, sei kritisch zu betrachten. Hoffman erläuterte im Detail, dass es immer wichtiger werde, bereits in Schulen das Programmieren zu erlernen, um den künftigen Anforderungen gerecht zu werden. Außerdem müsse Deutschland als wirtschaftsstärkstes Land in Europa einen weltweiten Spitzenplatz anstreben.

    Es folgte eine Diskussion über die zukünftige Flächenentwicklungspolitik der Gemeinde, die unter anderem durch einen Naturpark eingeschränkt sei. Auch der Landarztmangel wurde thematisiert.

    Bearbeitet von Lena Köster

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