• aktualisiert:

    Lohr

    Simone Neubauer ist Citymanagerin

    Simone Neubauer ist die neue Citymanagerin Lohrs. Foto: Thomas Josef Möhler

    Simone Neubauer, die bisherige stellvertretende Leiterin der Stadthalle, ist die neue Citymanagerin Lohrs. Diese Personalie hat Bürgermeister Mario Paul in der Hauptversammlung der Werbegemeinschaft am Donnerstag in der Alten Turnhalle bekannt gegeben. Neubauer soll nach seinen Worten "dafür sorgen, dass der Standort nach vorne kommt".

    Die Werbegemeinschaft sei ein "echter Standortvorteil für Lohr", lobte der Rathauschef die Arbeit des Zusammenschlusses der Einzelhändler. Ohne die Werbegemeinschaft wäre die Altstadt eine völlig andere. Aber auch die Stadt habe mit ihrem klaren Zentrumskonzept und der Verhinderung weiterer Großmärkte auf der grünen Wiese ihren Beitrag geleistet.

    Doch die Herausforderungen würden nicht weniger. Deshalb solle die Citymanagerin, so Paul, dafür sorgen, "dass das Juwel, das wir haben, erhalten bleibt". Seit 1. Juli sei Neubauer von der Stadthalle in die Stadtverwaltung gewechselt und dort für Standortförderung und Citymanagement zuständig. Dafür habe der Stadtrat eine zusätzliche Stelle genehmigt.

    Zunächst halbe Stelle

    Neubauer solle Ansprechpartnerin für die gesamte Stadt sein. Aktuell nehme sie eine halbe Stelle ein, "aber das soll langsam wachsen". Diese Stelle werde im Laufe des Jahres um einen externen Dienstleister ergänzt, der noch ausgeschrieben werde. Zusammen sollten sie in den nächsten drei Jahren Strukturen aufbauen. "Wir müssen etwas schaffen, was zu uns passt und nachhaltig ist", erklärte der Bürgermeister.

    Simone Neubauer, die ihren Dienstsitz im Digitalen Gründerzentrum an der Vorstadtstraße hat, will nach eigenen Worten "Netzwerkarbeit leisten und Akteure aus dem Stadtgebiet zusammenführen". Ihr Ziel sei es, ein positives Bild von der Stadt zu vermitteln und Leerstände zu vermeiden.

    Angelika Winkler, seit zwei Jahren Vorsitzende der Werbegemeinschaft, zitierte einen Satz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, auf dem flachen Land gehe es nicht nur um Daseinsvorsorge, sondern um "Dableibevorsorge". Dazu wolle die Werbegemeinschaft ihren Beitrag leisten: "Wir wollen Lohr attraktiv, leistungsfähig und als Wirtschaftsstandort hoch halten."

    Die 1973 gegründete Werbegemeinschaft hat laut Winkler mit 112 Mitgliedsbetrieben eine der höchsten Mitgliederzahlen ihrer Geschichte erreicht. Seit der letzten Hauptversammlung seien neun Mitglieder neu hinzugekommen und zwei ausgeschieden. Worum es der Werbegemeinschaft geht, formulierte Winklers Vorgänger Armin Lahoda: "Die Gemeinschaft macht's aus. Wir müssen gemeinsam unsere Interessen vertreten."

    Karina Grampp ging auf die Verkehrspolitik ein. Mit dem Altstadtring und dem Tangentenring verfüge Lohr über "zwei Schätze, die wir hüten müssen". Der Tangentenring sei theoretisch die Möglichkeit, "dass der überörtliche Verkehr uns umfahren kann". Praktisch sei eine Visualisierung des Fahrleitsystems um Lohr herum dringend nötig: "Wir haben etwas und vermarkten es nicht."

    In seinem Kassenbericht kritisierte Julius Gabel, die Genehmigungen aus dem Rathaus für Feste und Aktionen der Werbegemeinschaft kosteten fast soviel, wie der städtische Jahreszuschuss hoch sei. Nur fünf Euro blieben übrig. Bürgermeister Paul kündigte Abhilfe an: Er habe nicht gewusst, dass der Zuschuss seit vielen Jahren nur fortgeschrieben werde, "ihn muss man einmal anpassen".

    Bei der Vorstandswahl wurden Angelika Winkler und der restliche Vorstand bis auf ein paar kleinere Änderungen nahezu komplett bestätigt. Einstimmig billigte die Versammlung, dass der zusätzliche Werbebeitrag von 20 Euro im Monat zu den Mitgliedsbeiträgen auch in den kommenden zwei Jahren eingezogen wird.

    Die Werbegemeinschaft sucht für die Bimmelbahn "Emma" Technikbegeisterte, die sie durch den TÜV bringen.  Foto: Thomas Josef Möhler

    In diesem Zeitraum möchte Winkler das "große Projekt" Lohr on Plan umsetzen, einen 3-D-Stadtrundgang im Internet mit Innenansichten von Geschäften und Sehenswürdigkeiten. An ihrem Ziel, eine Stunde freies Parken zu ermöglichen, auch auf dem Parkdeck, halte die Werbegemeinschaft trotz aller Schwierigkeiten bei dessen Bau fest. Winkler schlug ferner vor, die verschiedenen kursierenden Veranstaltungskalender zu vereinheitlichen.

    Bimmelbahn gekauft

    Ein großes Anliegen ist der wiedergewählten Vorsitzenden der Einsatz der Bimmelbahn "Emma", die von der Werbegemeinschaft gekauft wurde, bei Festen und Veranstaltungen. Das Problem: Im jetzigen Zustand kommt sie nicht durch den TÜV. Winkler sucht Sponsoren und "Technikverliebte", um die Bahn herzurichten.

    Bearbeitet von Thomas Josef Möhler

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!