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    OBERSINN

    Sinngrund soll Öko-Modellregion werden

    Im Juli hatte das Management der Sinngrundallianz auf Wunsch lokaler Produzenten in Fellen eine erste Informationsveranstaltung zur möglichen Gründung einer „Öko-Modellregion Sinngrund“ organisiert, sagte Bürgermeisterin Lioba Zieres in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die rund 25 interessierten Bürger und landwirtschaftlichen Erzeuger erhoffen sich von dem Öko-Netzwerk eine stärkere Zusammenarbeit der Produzenten und eine gemeinsame Vermarktung von Öko-Produkten aus dem Sinngrund.

    Nach dem großen Erfolg der bayernweit zwölf Öko-Modellregionen sucht Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber nun in einer neuen Wettbewerbsrunde sechs weitere Regionen. Dabei sollen die Gemeinden ermuntert werden, gemeinsam konkrete Pläne zu erarbeiten, wie sich Ökologie, Regionalität und Nachhaltigkeit zukunftsweisend umsetzen lassen. Rechtzeitig vor dem Bewerbungsschluss 31. August hat sich die Sinngrundallianz für diese Wettbewerbsrunde beworben, sagte Zieres. Derzeit gebe es im Sinngrund 26 Biobetriebe, und es bestehe durchaus die Chance, zur Öko-Modellregion zu werden. Zieres hält es für möglich, regionale grüne Märkte im Allianzbereich mit dort produzierten Produkten zu veranstalten.

    Weiter informierte die Bürgermeisterin über die Submission der Sanierungsarbeiten des gemeinsam mit dem Nachbarn Mittelsinn betriebenen Hochbehälters am 11. September.

    Nach langer Lieferzeit sind die für den Kinderspielplatz in der Sonnenstraße bestellten Spielgeräte eingetroffen und werden nun zügig installiert. Zusätzlich ist eine Tischtennisplatte vom Areal der ehemaligen Schule jetzt am Kinderspielplatz aufgestellt worden.

    Udo Weber erkundigte sich nach der Resonanz des Projekts Geocaching in den anderen Allianzkommunen. Aura hat das Vorhaben komplett abgelehnt, sagte Zieres. Aber vielleicht könne das Konzept mit nur vier oder fünf Gemeinden realisiert werden.

    Weber berichtete von einem Ärztehaus in Büsum und meinte, dass das Projekt auch im Sinngrund zu realisieren sei. Das Ärztezentrum Büsum wurde im April 2015 als bundesweit erste kommunale Eigeneinrichtung mit dem Ziel der langfristigen Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung der Bevölkerung auf hohem medizinischem Niveau gegründet. Laut einem Bericht im Fernsehen funktioniert das Projekt bei 6000 Einwohnern, vergleichbar mit dem Allianzgebiet, ausgezeichnet, sagte Udo Weber.

    Über die immer weiter in die Straße rückenden Verkehrsschilder zur Sicherung des im November 2017 durch einen Lkw-Aufprall stark beschädigten Wohnhauses in der Hauptstraße in Richtung Jossa beklagte sich Gerhard Weismantel. Auch Bürgermeisterin Zieres ist darüber nicht erfreut, da sich am Zustand des kaputten Hauses nach elf Monaten gar nichts verändert habe. Auch der von Schäden betroffene Nachbar müsse seine Forderungen einklagen. Lioba Zieres versprach, den Hauseigentümer und die den Schaden verursachende Spedition anzuschreiben, um den Sachstand zu erfahren.

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