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    RETZSTADT

    Sommernachtskonzert am „Platz der Freundschaft“

    Julian Gerhard (Bariton) und Laurin Krug (Tuba) bestanden die Prüfungen des Nordbayerischen Musikbundes zum silbernen Musikerleistungsabzeichen (D 2) und Stefanie Kunze wurde vom Beisitzer im Nordbayerischen Musikbund und Vorsitzenden des Retzstadter Musikvereins für 20-jähriges aktives Musizieren vom Nordbayerischen Musikbund ausgezeichnet. Unser Bild zeigt von links Herbert Züchner (Vorsitzender des Musikvereins Retzstadt), Julian Gerhard, Stefanie Kunze, Laurin Krug und Dirigent Wilhelm Gerhard. Foto: Ernst Schneider

    Herz was willst du mehr: Ein lauer Sommerabend, hervorragende Blasmusik, ein dankbares Publikum und mit der Retzstadter Weinprinzessin Lena Müller eine fesche Moderatorin, gleichzeitig auch Ausbilderin im Musikverein für die Flötengruppe. So verging der musikalische Sommerabend wie im Fluge. Er bescherte an dessen Ende den engagierten Musikern und ihrem Dirigenten Wilhelm Gerhard bei stehenden Ovationen des Publikums am „Platz der Freundschaft“ ein schönes Geschenk zum 25-jährigen Bestehen des Vereins.

    Wenn es auch schon Spätnachmittag war, so ließen doch die rund 40 Musiker mit dem Marsch „Die Sonne geht auf“ von Rudi Fischer, dem Dirigenten der Hergolshäuser Musikanten, den Konzertabend erwachen und bewiesen damit, dass die Musik Menschen zusammenbringen kann. Getreu ihrem Konzertmotto „Fast alles Walzer“ von böhmischen Walzern bis zu Konzertwalzern, aktuell dem vom Tubisten und Tenorhornisten Bernhard Huf stammenden Herbstwaldwalzer, entführten die Musikanten in den Retzstadter Herbstwald.

    Abschießend besuchten sie – wie Moderatorin Lena Müller sagte – mit dem Stück „Am Dorfteich“ die Retzstadter Fischteiche beziehungsweise den Gramschatzer See. Nach weiteren Polkas und Walzern hatte vor der Pause das Nachwuchsquartett mit Laurs Terveer und Juliane Schmidt (Klarinetten), Julian Gerhard (Bariton), Laurin Krug (Tuba) und Daniel Seubert (Schlagzeug), mit „Dem Pfeiffer“ aus Irland seinen großen Auftritt.

    Mit modernen Melodien wie zum Beispiel „A little Opening“ – eigentlich mehr ein Big Opening mit mächtigen Pauken und Fanfarenklängen – eröffneten die vielseitigen Musiker den zweiten Konzertteil, in dem man recht schnell wieder mit dem „Walz Nr. 2“ von Schostakowitsch, auf das Konzertmotto „Walzer“ zurückkam, wobei Katharina Köhler mit dem „Altsaxofon“ und Bernhard Huf mit der Posaune bei ihren Solos glänzen konnten. Nicht fehlen durfte das „Retzstadtlied“, das an die Melodie von „Ein Hund kam in die Küche und stahl dem Koch ein Ei“ erinnerte. Bemerkenswert war aber hier die Dreifach-Interpretation der Melodie. Einmal erklang die traditionelle Fassung, einmal eine konzertante Fassung und zum Schluss die Melodie im Glenn-Miller Sound.

    Auch „Simon und Garfunkel“ wurden vom Orchester interpretiert. Mit „The Sound of Silnce“ gelang den Musikern eine großartige Mischung zwischen rockigen und sinfonischen Klängen. Unter Abkehr von dieser eher etwas bedrückenden Melodie wechselten die „Tonkünstler“ zu „PUR“ und inszenierten perfekt den „Party-Hit-Mix“ der Gruppe. Mit „Angel“, Robby Williams' größtem Hit, konnten Anja Iff und Lisa Nun (beide Gesang) sowie Benjamin Zahn (Gitarre und Gesang) glänzen.

    Als Zugabe riefen die Musiker des Vereins nochmals das Jubiläums-Open-Air vom 2. Juni ins Gedächtnis zurück und ließen „Mir san a Bayerische Band“ von Spider Murphy erklingen. Böhmisch fing der Konzertabend an und Böhmisch wurde er mit der „Böhmischen Liebe“ und „Wir sind Musikanten“ beendet. Stehende Ovationen der Gäste waren der wohlverdiente Lohn für die gelungenen Darbietungen.

    Dem Konzerttitel „Musik zum Anfassen“ gerecht, ging dem musikalischen Abend ein Informationsnachmittag für Kinder und Jugendliche voraus. Musikinteressierte konnten sich bei den Ausbildern des Musikvereins fachliche Ratschläge zum Erlernen eines Musikinstrumentes einholen und auch unter Anleitung versuchen, den Musikinstrumenten die ersten Töne zu entlocken. Bei freiem Eintritt hatte der Musikverein eine Spendenbox aufgestellt, deren Inhalt der Ausbildung im Musikverein zugutekommen wird.

    Den Konzertabend nutzten die Verantwortlichen des Musikvereins auch zu Ehrungen. Für 20-jähriges aktives Musizieren überreichte Herbert Züchner, Vorsitzender des Musivereins Retzstadt und zugleich Beisitzer beim Nordbayerischen Musikbund, an Stefanie Kunze eine Ehrennadel mit Urkunde. Stefanie Kunze hatte 1997 mit ihrer Ausbildung zur Klarinettistin begonnen. Sie musizierte seit 2001 bei der Musikkapelle in Heßlar. Seit 2016 spielt sie beim Orchester des Musikvereins Retzstadt Klarinette und Saxofon.

    Julian Gerhard (Bariton) und Laurin Krug haben das Musikerleistungsabzeichen in Silber (D 2) des Nordbayerischen Musikbunds bestanden. Vorsitzender Herbert Züchner und Dirigent Wilhelm Gerhard gratulierten.

    Unter dem Konzertmotto „Fast alles Walzer” boten die Musiker des Musikvereins Retzstadt unter ihrem Dirigenten Wilhelm Gerhard von traditioneller Blasmusik aus Böhmen über konzertante Blasmusik bis zu rockigen Klängen einen breiten Querschnitt durch das Repertoire der Blaskapelle. Foto: Ernst Schneider

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