• aktualisiert:

    Lohr

    Sorgen der Stadtwerke um Schüttung ihrer Quellen

    Die Lohrer Stadtwerke machen sich Sorgen um die Schüttung ihrer Trinkwasserquellen. Wie Werkleiter Otto Mergler am Dienstagabend bei der Vorstellung seines Halbjahresberichtes im Werkausschuss des Stadtrates sagte, könne seit Jahren von einer Neubildung des Grundwassers keine Rede mehr sein.

    Zwar sei die Situation in diesem Jahr nicht ganz so dramatisch wie 2018. Jedoch setze sich ein Trend fort, wonach die Schüttung der Quellen nachlasse. Aufgrund der sehr geringen Niederschläge auch im vergangenen Winter hätten sich die Grundwasservorkommen kaum erholen können, so Mergler.

    Allerdings sei die Schüttung der Quellen im laufenden Jahr noch nicht so stark zurückgegangen wie 2018. Da es in der jüngeren Vergangenheit wenn auch in geringen Mengen geregnet habe, hätten Zisternenbesitzer für die Gartenbewässerung viel stärker als im Vorjahr auf gespeichertes Niederschlagswasser zurückgreifen können, so der Stadtwerke-Chef. Ein Glück sei es, dass die Lohrer Quellen recht träge reagierten. Die Schüttung lasse erst in den Wintermonaten deutlich nach, wenn ohnehin weniger Wasser gebraucht werde.

    Ernst Herr (CSU) sprach davon, dass angesichts der Situation die jüngst gebaute Notverbundleitung zwischen dem Lohrer Trinkwassernetz und dem der Fernwasserversorgung Mittelmain (FWM) von umso größerer Bedeutung sei. Er frage sich jedoch, warum die zwischen Wombach und Rodenbach verlegte Leitung noch nicht in Betrieb sei. Mergler erklärte dazu, dass die Stadtwerke ihren Teil der Arbeit erledigt hätten. Auf der Seite der FWM fehlten aber noch Komponenten, um die Leitung anzuschließen. Es gebe offenbar Lieferschwierigkeiten. Auch nach Ansicht von Mergler ist es angesichts der Trockenheit und deren Folgen "dringend notwendig", dass die Notleitung funktionsfähig ist. Mit ihr soll im Bedarfsfall Wasser aus den Brunnen der Fernwasserversorgung ins städtische Netz eingespeist werden.

    Drängendes Landratsamt

    Auch das Landratsamt drängt laut Mergler zunehmend darauf, dass die Wasserversorgung über solche Absicherungen verfügt. Das gelte beispielsweise auch für Stadtteile wie Halsbach oder Ruppertshütten. Um dort eine Absicherung im Störungsfall zu gewährleisten, brachte Mergler eine interkommunale Zusammenarbeit ins Spiel, etwa bei der Beschaffung von Tankwagen, die bei Bedarf die Wasserversorgung aufrechthalten könnten.

    Für die übrigen Bereiche der Stadtwerke sprach Mergler von einem ersten Halbjahr, das ohne große Störungen oder Auffälligkeiten verlaufen sei.

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Anmelden