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    Wombach

    Sowas hat es in Wombach noch nicht gegeben

    125. Geburtstag und Kreismusikfest der Wombacher Blasmusik: Mit beim Festzug dabei sind Vorsitzender Gerd Ullrich (zweite Reihe, rechts) und Dirigent Klaus Hübner (links), sowie Schirmherr Mario Paul (ganz links, außen) und die neuen Ehrenmitglieder Walter Siegler (vorne, links) und Roman Hahn (daneben). Foto: Rita Gress

    "Das war und ist ein saugutes Fest." Den Worten von Bürgermeister und Schirmherr Mario Paul zum 125. Geburtstag und Kreismusikfest der Wombacher Blasmusik wollte am Sonntag wohl keiner widersprechen. Vier Tage lang feierte der Verein mit Tausenden Gästen bei hochsommerlichen Temperaturen unter dem Motto "Zünftich feiern".

    Nach dem Zeltgottesdienst mit Stadtpfarrer Sven Johannsen und dem Keiler-Frühschoppen, umrahmt von der Stadtkapelle Lohr, kündigten Böllerschüsse der Lohrer Schützen und ausgelassene Helau-Rufe den großen Festzug durch den Ort zum Zelt im Industriegebiet an. Mit dabei waren sämtliche Wombacher Vereine und Gastkapellen aus Neuhütten, Urspringen, Retzbach, Frammersbach, Eußenheim und Werntal. Es lief wie am Schnürchen, doch einem Team von 25 Helfern dürfte der finale Kraftakt in den Knochen gesteckt haben. "Wir haben die gesamte letzte Woche durchgeackert", sagte Gerd Ullrich, Vorsitzender der Wombacher Blasmusik. Er selbst habe es locker auf 13 bis 14 Stunden pro Tag gebracht. Den Lohn dafür nannte er ungleich größer: "Täglich ein proppenvolles 1000-Mann-Zelt,  super Stimmung, klasse Bands und jede Menge Lob für unsere Außenanlage mit Biergarten, Lounge und großem Spielparcours."

    Die Feuerwehr Wombach beim Festzug mit einer historischen Leiter aus dem Jahr 1936. Foto: Rita Gress

    Bereits bei der Eröffnung am Vatertag hatten Mario Paul, die stellvertretende Landrätin Sabine Sitter und Franziska Behl, Vorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, das immense Engagement des Traditionsvereins hervorgehoben. Über mehr als 30 Jahre maßgeblich mitgestemmt hatten es die vier nimmermüden Urgesteine Klaus Hübner, Dirigent und stellvertretender Vorsitzender des Musikvereins, Roman Hahn, mit fast 80 Jahren der älteste Musiker im Verein, Walter Siegler und Klaus Probst. Sie wurden von Ullrich zu Ehrenmitgliedern ernannt.

    Die Honoratioren durften in der Kutsche Platz nehmen. Foto: Rita Gress

    Der Rückblick auf das Vatertagsfest: Nach den Wombacher Dorfmusikanten, dem Patenverein "Spessartklänge" Rothenbuch, den Kasseler Musikanten und der Gastkapelle "Grösmeijers Markelo" aus den Niederlanden brachte die Kultband "Mir 2wä und Band" das Zelt zum Sieden. Kulinarisch sah es bis zum Abend so aus: Schäufele und Spießbraten mit Klöass und Blaukraut waren restlos alle, die für Freitag vorgesehenen Gerichte mussten her.

    Tag zwei begann mit dem Seniorennachmittag und Wirtshaussingen von rund 100 Hobbysängern, begleitet von Moderator Egbert Roth und Volker Rothagen auf dem Akkordeon. Nach einem Sternmarsch am Nachmittag hieß es "Blasmusik PUR XXL" mit dem "Wiesthaler Blechhaufen" und den "Sarganserländern" aus der Schweiz. Den Abend auf musikalisch hohen Niveau beschloss "Mission Böhmisch", Europameister böhmisch mährischer Blasmusik.

    Tag drei: Lebhafter Jugendnachmittag mit Musikwerbetag und Olympiade, Standkonzerte der Gastkapellen und abends laut Ullrich Augen- und Ohrenschmaus bei der Dirndl- und Lederhosen-Trachtenparty mit der Boygroup "Damberg Lumpen" aus Oberösterreich. Zum Finale ihres Geburtstagsfestes am Sonntagabend hatte die Wombacher Blasmusik die junge Aufsteiger-Formation "Meeblech" aus Mainfranken verpflichtet. Gerd Ullrich lächelt, als er nach vier Tagen Bilanz zieht: " Ich glaube, ein solches Fest hat es in Wombach bisher noch nie gegeben." In der Nacht begann Kraftakt Nummer zwei: Abbau und Aufräumen.

    Bearbeitet von Rita Greß

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