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    Karlstadt

    Spannend: Ab November liegt Risiko des ÖPNV beim Landkreis

    Ab 1. November fahren fast alle Busse in Main-Spessart nicht mehr auf eigene Rechnung, sondern gemeinwirtschaftlich. Hier eine Aufnahme vom Busbahnhof in Lohr. Foto: Roland Pleier

    Glücklich zeigte sich Landrat Thomas Schiebel darüber, dass die Aufträge für den öffentlichen Busverkehr komplett an heimische Unternehmer gingen. Er betonte: "Die Vergabe ist fair abgelaufen." Eine Voraussetzung war die tarifgerechte Bezahlung der Beschäftigten.

    Fast alle Busse fahren künftig nicht mehr eigenwirtschaftlich, müssen sich also nicht für den Unternehmer lohnen, sondern gemeinwirtschaftlich. Das bedeutet, dass der Landkreis die Fahrpläne auch nach Gesichtspunkten der Daseinsvorsorge einrichten kann, ohne dass die Fahrten Gewinn abwerfen müssen. Der neue Busfahrplan werde auf jeden Fall Verbesserungen bringen, keine Streichungen, so Schiebel.

    80 Prozent Schüler

    Ab 1. November tritt dieses neue System in Kraft. Schiebel: "Für den Landkreis wird es nun spannend. Wir kennen zwar die Kosten, aber nicht die Einnahmen." Bisher lag das jährliche Defizit bei 1,5 Millionen Euro. Eine bekannte Konstante sind allerdings die Schüler, die 80 Prozent der Fahrgäste ausmachen. Sechs Millionen Buskilometer werden jährlich im ÖPNV Main-Spessart gefahren.

    Neben den Buslinien geht es auch um den Ausbau der Fahrtenanzeigen und barrierefreier Haltestellen. Bis zu 3000 Euro Förderung pro Haltestelle sind hier möglich.   

    Bearbeitet von Karlheinz Haase

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