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    KARLSTADT

    Sport und soziale Aufgaben

    Bei seiner Jahreshauptversammlung ehrte der TSV Karlstadt auch langjährige Mitglieder, die dem Verein schon 25 bis 60 Jahre treu sind. Von links: Theresia Weiss, Ines Dirscherl, Martin Tröster-Christ, Gisela Maneschi, Elisabeth Köpplinger, Rolf Kramer, Renate Hofmann, Michael Maasz, Maya Six, Theresia Weiss, Vorsitzender Christoph Weißhaar, Eleonore Schreck. Foto: Jürgen Kamm

    Von großen Sportfesten, aber auch kleinen Trainingsgruppen sprach Vorsitzender Christoph Weißhaar bei der Jahreshauptversammlung des TSV Karlstadt. Mit über 1050 Mitgliedern ist der TSV Karlstadt nach wie vor Karlstadts größter Verein, auch wenn es im vergangenem Jahr 26 Austritte gab. Zur Generalversammlung kommen erfahrungsgemäß etwa drei Prozent der Mitglieder, sie fanden problemlos im Tennisheim Platz.

    Sportliche Erfolge bis hin zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft machten den Verein und die Stadt bekannt, stellte der Vorsitzende fest. „Darauf können wir stolz sein.“ Dafür hätten sich alle Abteilungen ein dickes Dankeschön verdient, die Trainer ausbilden und den Nachwuchs trainieren.

    Die sportliche Aktivitäten würden auch vielfach verfolgt – von der Vereinshomepage über die Zeitung bis zu den sozialen Medien. Einige große Sportereignisse wie den Staustufenlauf gab es 2018 bereits, andere wie der BMW-Köhler-Cup (Tennisturnier) finden noch statt.

    Doch stehe der TSV Karlstadt auch für Breitensport, so Christoph Weißhaar. Viele Abteilungen kooperierten mit den Schulen, wo der Sportunterricht leider oft rückläufig sei. Auch sei es für Kinder nach acht oder zehn Schulstunden gut wenn sie sich mal bewegen und austoben können. Für den Verein sei es eine Möglichkeit, neue Mitglieder zu gewinnen.

    Und dann gebe es noch die Abteilungen für Junggebliebene wie Wandern, „Fit ab 50“ – dort nähert sich Altersdurchschnitt 75 Jahren – und die Damengymnastik. „Die Weihnachtsfeier ist ein Traum“, plauderte der Vorsitzende aus dem Nähkästchen und verriet, ihm seien da Bilder von einer Faschingsveranstaltung zugespielt worden, bei der er keinen Zutritt hatte.

    Doch der Sportbetrieb kostet Geld. Christoph Weißhaar dankte allen Großsponsoren und berichtete von der Großveranstaltung „TV Weinfest“ mit einem Organisator, der teilweise erst drei Stunden vorher die letzten der „wahnsinnig vielen Helfer“ klar machen kann. Es mache aber auch ein wenig Stolz, dass die Stadt Karlstadt des Fest als das ältestes Weinfest im Ort geadelt habe.

    Generell kam das Fest mit geänderten Konzept – ein neues Essensangebot und weniger Musik – im vergangenem Jahr gut an. Zwar zeigte sich beim Bericht der Schatzmeisterin Bettina Strick dass es etwas weniger Einnahmen gab, doch standen diesen auch weniger Ausgaben gegenüber, so dass das Ergebnis praktisch gleich blieb.

    Relativ gut lief auch das Gesundheitsprogramm des Vereins. 410 Kursteilnehmer sind etwa 80 weniger, die deutlichsten Einbrüche gab es im Bereich Tanzen, Pilates und Rückenschulen.

    „Ohne Sport und ohne das viele ehrenamtliche Engagement wäre die Gesellschaft nicht, was sie ist, stellte Bürgermeister Paul Kruck in einem kurzen Grußwort heraus. Der TSV Karlstadt leiste über den Sport hinaus zudem auch soziale Aufgaben. Er versprach, die Stadt werde das unterstützen, so gut es gehe, das sei gut angelegtes Geld, und derzeit gehe es ihr selbst relativ gut.

    Der Bericht der Kassenprüfer und die Entlastung der Vorstandschaft hatten mangels Neuwahlen mehr symbolischem Charakter. Nicht fehlen durfte aber die Ehrung langjähriger Mitglieder. Beachtliche 60 Jahre sind Eleonore Schreck, Edmund Haas und Rolf Kramer schon im TSV. „Ich kam 1957 nach Karlstadt und trat 1958 in den TSV ein, diese Stunden möchte ich nicht missen, sie gehören zu den schönsten in meinem Leben“, sagte Eleonore Schreck. Zu Rolf Kramer verriet der Vorsitzende, dass dieser einst Teil eines legendären Tennis-Herren-Doppel war.

    Für ein halbes Jahrhundert beim TSV wurden Christine Müllerklein, Elisabeth Köpplinger, Friedrich Kohl, Martin Tröster-Christ (ehemaliger Basketball-Trainer) und Michael Maas (Leichtathletik-Trainer) geehrt. Seit 40 Jahren gehört Petru Milinkovics zum Verein. Unter den für 30 Jahre Geehrten ist auch die ehemalige Siebenkämpferin und jetzige Trainerin Ines Dirscherl. Genau so lange sind Maya Six, Stefan Sterr und Willi Keller beim TSV Karlstadt.

    Vor 25 Jahren kam Felix Riedmann, Gisela Maneschi, Katharina Kaufmann, Renate Hofmann und Theresia Weiss zum Verein.

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