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    Marktheidenfeld

    St. Laurentius: Gottesdienst zum Abschluss der Renovierung

    Voll besetzt war die St.-Laurentius-Kirche beim Festgottesdienst zum Abschluss der Renovierungsarbeiten. Dabei erstrahlte sie im neuen Glanz. Foto: Michael Deubert

    Einen Festgottesdienst zum Abschluss der Renovierungsarbeiten feierten die katholischen Christen von Marktheidenfeld am Sonntag in ihrer Stadtkirche St. Laurentius. Damit nahm die Pfarrgemeinde die Kirche sozusagen wieder in Besitz. Seit Ostersonntag 2019 war sie wegen der Renovierung geschlossen gewesen.

    Pfarrer Hermann Becker stellte am Anfang seiner Predigt die Frage: "Wie ist Ihr erster Eindruck von der Kirche?". Immer wieder habe sich das Aussehen der Kirche verändert. Theologische Erkenntnisse würden sich widerspiegeln, Kunstgeschmack und Volksfrömmigkeit würden nach einem stimmigen Ausdruck suchen, Theologie und Zeitgeschichte würden in der Liturgie zusammenlaufen. Jede Generation stehe neu vor der Frage: "Wie heute Gottesdienst feiern?". Auch auf die aktuelle Situation der katholischen Kirche ging Becker ein, auf gravierende, teilweise schmerzliche Veränderungen, einen Prozess, der zum Abschied von Pfarrheimen, Kindergärten, Kirchen führen könne. Viele Menschen seien allerdings auf der Suche, würden gerade diese Kirche hier schätzen und brauchen. "Wir machen unsere Kirche gerade wieder auf, und sie soll offen bleiben. Damit die Menschen hereinkommen können – und dem Herrn begegnen können, wie wir es heute am Fest der Darstellung des Herren eigens erinnern und feiern", betonte der Pfarrer.

    Den Festgottesdienst zelebrierten Hermann Becker, Pfarrvikar Matthias Eller sowie Domkapitular em. Prälat Karl Rost. Rost ist von 1973 bis 1987 Pfarrer in Marktheidenfeld gewesen, unter ihm war die Renovierung der Laurentius-Kirche 1982/1983 durchgeführt worden. Das Bischöfliche Ordinariat Würzburg wurde vom kommissarischen Leiter des Kunstreferats, Jürgen Emmert, vertreten.

    Mitgestaltet wurde der Gottesdienst vom Bläserensemble Marktheidenfeld (Leitung Thomas Grön), von der Katholischen Kantorei Marktheidenfeld (Leitung Simone Sommer) sowie an der Orgel von Hermann Grollmann und Alexander Wolf.

    Himmel und Erde begegnen sich

    Dem Gottesdienst folgte ein Empfang im Pfarrheim St. Laurentius. Dabei stieß man auf die gelungene Renovierung der Stadtkirche an. Für die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde überbrachte Pfarrer Bernd Töpfer Grüße. Er freute sich über das ökumenische Miteinander in Marktheidenfeld. Namens der Stadt Marktheidenfeld beglückwünschte Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder die Pfarrgemeinde zur gelungenen Renovierung. Sie zitierte die Zeile "… da begegnen sich Himmel und Erde …" aus einem modernen Kirchenlied und meinte, dass dies ganz deutlich werde, wenn man zu Beginn der Laurenzi-Messe in der Kirche den Festgottesdienst feiere, um dann gemeinsam zum Festplatz zu ziehen und dort ganz weltlich weiter zu feiern.

    Schmidt-Neder äußerte den Wunsch, dass alle Kirchen Orte dieser Begegnung von Himmel und Erde für die Menschen sein mögen und dass der heilige Laurentius Vorbild bleibe für ein fortdauerndes Engagement für arme, kranke und benachteiligte Menschen. Kirchenpfleger Christian Menig schloss in seinen Dank namentlich die Stadt Marktheidenfeld ein, die die Renovierung mit 65 000 Euro bezuschusst hat. 

     

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