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    Karlstadt

    "Stabat Mater" von Gounod stimmt auf die Karwoche ein

    Musikalisch und gedanklich in die Karwoche 2019 hineinbegleiten möchte die Kantorei St. Andreas Karlstadt am Palmsonntag, 14. April, um 19 Uhr in der Stadtkirche St. Andreas. Unter der Leitung von Regionalkantor Bernhard Seelbach zeichnen Chor, Collegium Vocale und Konstantin Kobel an der Orgel in der diesjährigen Passionsmusik den Leidensweg Jesu nach. Alle Wege führen zum tröstenden und versöhnlichen Gemeindechoral „Was Gott tut, das ist wohlgetan“.

    Charles Gounod vertonte 1867 den Stabat-Mater-Hymnus, der auf einer freien Nachdichtung von Abbé Castaing basiert. Die musikalische Konzeption ist zweigeteilt. Während der erste Teil in Moll den Seelenzustand Mariens in einem monotonen, harmoniekargen Klagegesang widerspiegelt, stellt der zweite in Dur die Bitte um Fürsprache Mariens mit wunderbar bezaubernden Melodiewendungen in den Vordergrund. Dumpfe Akkorde und stammelnde Worte schildern die Todesstunde Jesu. Das Werk endet mit dem ergreifenden Ruf „Schließ uns den Himmel auf“. 

    Franz Liszt komponierte 1859 die Variationen über den Basso continuo aus der gleichnamigen Kantate "Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen" von Johann Sebastian Bach in tiefer Erschütterung und Schmerz über den Tod seiner Tochter Blandine. Liszt setzt die vielfältigen Klangfarben der Orgel ein und komponiert eine klingende Enzyklopädie des Schmerzes: tiefe Trauer, Verzweiflung und Sehnsucht, Fassungslosigkeit und Wut – und immer wieder gibt es auch Trost- und Hoffnungsschimmer. So endet die Hommage an Johann Sebastian Bach mit dem Schlusschoral aus der Kantate: "Was Gott tut, das ist wohlgetan". Der Chor greift den Choral abschließend auf.

    Der Eintritt zum  Konzert ist frei.

    Bearbeitet von Andreas Köster

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