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    Karlstadt

    Stadtradler geben Gas: 15 000 Kilometer mehr als im Vorjahr

    Die Sieger des Stadtradelns 2019 wurden diesmal auf der Bühne beim Karlstadter Oktobermarkt geehrt. Links von der Radfahrern stehen als "Offizielle" Klimaschutzmanager Michael Kohlbrecher, Ilse Krämer von der Agenda 21 und Landrat Thomas Schiebel. Einzelsieger Norbert Pitsch (Vierter von rechts) fuhr im dreiwöchigen Aktionszeitraum über 2500 Kilometer mit dem Rad. Foto: Jürgen Kamm

    Drei Wochen lang konnten bei der Teilnahme des Landkreises Main-Spessart an der Aktion "Stadtradeln" Kilometer gesammelt werden. Jetzt wurden die Sieger unter den 471 Aktiven gekürt, die zwischen dem 1. und 21. September in 18 Teams insgesamt 75 861 Kilometer zurücklegten. Gegenüber dem Vorjahr, als die drei Wochen für das "Stadtradeln" im Juni lagen, ist das eine deutliche Steigerung. Damals hatten sich 214 Teilnehmer für 20 Teams eingetragen und waren 60 056 Kilometer weit gefahren. In die Pedale traten auch vier der insgesamt 60 Kreistagsmitglieder, für sie gibt es beim "Stadtradeln" die Kategorie "Parlamentarier".

    Die Siegerehrung wurde diesmal in den Karlstadter Oktobermarkt integriert. Landrat Thomas Schiebel sagte, auch wenn es ein Wettbewerb sei, gehe es eigentlich darum, Fahrradfahren als Alternative im Alltag zu erkennen. Sowohl für die Umwelt über das eingesparte CO2 als auch die Gesundheit der Radfahrenden sei es ein Gewinn, öfter mal aufs Rad zu steigen, statt sich ins Auto zu setzen. Die gefahrenen Kilometer entsprechen einer CO2-Einsparung von elf Tonnen. Beim Wettbewerb von 1127 Kommunen untereinander kam der Landkreis auf Platz 332. Der Landrat lobte auch Michael Kohlbrecher, die Regionalmanagerinnen Tanja Reeg und Saskia Nicolai sowie die Agendabeauftragte Ilse Krämer, weil sie die das Projekt im Landkreis betreuen. Weiter bedankte es sich bei den Sponsoren.

    "Frankenexpress" holte den Sieg

    Bei der Teamwertung holte sich das Team "Frankenexpress" den Sieg, seine 17 Aktiven radelten 8699 Kilometer und erhielten Karten für die Burglichtspiele Mühlbach. Platz zwei ging an "Feller Hoase" mit 7783 Kilometern von 14 Radfahrern, sie gewannen beim Radsportgeschäft Rosenberger in Karlstadt einen Fahrradreparaturkurs. Den dritten Platz belegte der "DAV MSP – Mir sen Prima" mit 7229 Kilometern und 14 Fahrern, sie können bei einer Stadtführung einiges über Marktheidenfeld erfahren.

    In der Kategorie "Fahrradaktivste Schule oder Schulgruppe" gab es nur eine Teilnahme, was vielleicht auch daran lag, dass der Aktionszeitraum diesmal fast zur Hälfte in den Sommerferien lag. Das Friedrich-List-Gymnasium in Gemünden brachte es auf 11 712 Kilometer von 279 Aktiven. Das Ergebnis dürfte vor allem auf die Spendenradltour "50 Kilometer für 50 Jahre FLG" vom 21. September zurückzuführen sein.

    Fast täglich eine Rennradtour

    Nach dem FLG die meisten Kilometer erfuhr übrigens das offene Team des Landkreises Main-Spessart mit 10 722 Kilometern. Wer sich für das Stadtradeln anmeldete, sich aber keinem anderen Team anschloss, gehörte diesem Team automatisch an. Das waren diesmal 27 Teilnehmer, weshalb das offene Team nicht gewertet wurde, weil es dafür eine Grenze von 25 Teilnehmern gibt. Recht unglücklich ist dabei, dass vier Teammitglieder keinen einzigen Kilometer auf der Website des Stadtradelns eintrugen.

    Das ärgert auch den Einzelsieger Norbert Pitsch aus Müdesheim, der davon alleine 2549 Kilometer erradelte. Der 63-jährige machte in den drei Wochen fast täglich eine lange Rennradtour, Ziele waren unter anderem Volkach, Sommerach und Jossa. Zudem nahm er an der Landrat(d)tour teil. Ihm folgten in der Einzelwertung Johann Schwind aus Lohr mit 1736 Kilometern und Michael Götzinger mit 1548 Kilometern. Die Einzelsieger konnten sich über Gutscheine der Fahrradgeschäfte Rosenberger (Karlstadt), Udo Lermann (Marktheidenfeld) und Cube-Store (Lohr) freuen. Insgesamt gab es acht Fahrer mit mehr als 1000 Kilometern.

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