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    Steinfeld

    Steinfeld: Welche Ziele Günter Koser in der kommenden Amtszeit hat

    Bürgermeister Günter Koser sprach beim Neujahrsempfang über die anstehenden Projekte in Steinfeld, darunter ein neues Baugebiet und ein Naturschutzgebiet.
    Für 25-jähriges Engagement als Kommandant der Feuerwehr Hausen ehrte Bürgermeister Günter Koser (rechts) beim Neujahrsempfang am Sonntag Rolf Reimer, dem er neben der Feuerwehrehrennadel der Gemeinde in Gold auch einen Geschenkkorb überreichte.
    Für 25-jähriges Engagement als Kommandant der Feuerwehr Hausen ehrte Bürgermeister Günter Koser (rechts) beim Neujahrsempfang am Sonntag Rolf Reimer, dem er neben der Feuerwehrehrennadel der Gemeinde in Gold auch einen Geschenkkorb überreichte. Foto: Wolfgang Dehm

    "Ich denke mit Fug und Recht sagen zu dürfen, dass wir in Steinfeld in den letzten sechs Jahren viel erreicht haben", sagte Bürgermeister Günter Koser (CSU) beim Neujahrsempfang der Gemeinde am Sonntag im Sportheim vor rund 130 Gästen. Mit "wir" meine er zum einen den Gemeinderat, vor allem aber die gesamte Bürgerschaft.

    Trotz immenser Investitionen im zweistelligen Millionenbereich in Kläranlage, Ärztehaus, Baugebiete und Bauhof habe die Gemeinde aktuell 1,2 Millionen Euro mehr Rücklagen als Schulden, lautete die Erfolgsbilanz des Bürgermeisters. Dies habe man nicht durch "Kaputtsparen" erreicht, sondern durch "grundsolide Haushaltsführung".

    Neues Baugebiet in Hausen

    In den kommenden Jahren sollte nach Kosers Worten in den Ortskernen die Dorferneuerung vorangetrieben werden, gleichzeitig sei es jedoch auch notwendig, günstige Bauplätze zur Verfügung zu stellen. Das Neubaugebiet "Herrlesgarten/Speyerlesbaum" in Waldzell sei bereits auf den Weg gebracht, in Steinfeld, so der Bürgermeister, sollte der nächste Bauabschnitt am Schindersberg in Angriff genommen und in Hausen ein Bebauungsplan an der Erlenbacher Straße aufgestellt werden.

    Ein weiteres Projekt, das der Bürgermeister angehen möchte, ist die Errichtung einer Hackschnitzelheizung auf dem Bauhofgelände. Diese solle nicht nur den Bauhof selbst CO2-neutral mit Wärme versorgen, sondern auch die nahegelegene Schule samt Turnhalle, das auf dem Bauhofgelände geplante Feuerwehrhaus und vielleicht auch noch das Sportheim und andere Gebäude. Auch das Feuerwehrhaus sollte seiner Meinung nach in Angriff genommen werden.

    In Waldabteilung "Kohlplatte" soll Naturschutzgebiet entstehen

    Ebenfalls auf seiner Agenda steht die Ausweisung eines Naturschutzgebietes in der Waldabteilung "Kohlplatte" in Hausen, so dass dann fünf Prozent des Gemeindewaldes aus der wirtschaftlichen Nutzung genommen wären. "Die Waldbewirtschaftung unseres gesamten Waldgebietes sollte noch mehr allgemeinwohlorientiert sein als in der Vergangenheit ohnehin schon", so Koser. Nicht Gewinnorientierung solle beim Wald im Vordergrund stehen, sondern ökologische Aspekte.

    Aktiv vorantreiben sollte die Gemeinde nach den Worten des Bürgermeisters die Vermarktung des Gewerbegebiets "Strüth" in Hausen. "Durch den bereits genehmigten Bebauungsplan haben wir die Möglichkeit, bestehenden Firmen kurzfristig Erweiterungsmöglichkeiten zu bieten aber auch ansiedlungswilligen Firmen Flächen anzubieten."

    Kurzfristig, nämlich bis Ende 2021 müsse die Anbindung des Ortsteils Waldzell an die Quelle Dicker Busch erfolgen. Dadurch werde nicht nur die Wasserversorgung in Waldzell auch in trockenen Sommern sichergestellt, sondern zudem das zweite Standbein der Wasserversorgung geschaffen.

    Steinfeld kämpft gegen die B26n

    Ein weiterer wichtiger Punkt in den kommenden Jahren werde "der Kampf Steinfelds" gegen die B26n und insbesondere gegen die Verbindungsspange von Wiesenfeld auf die Buchentalstraße sein, machte Koser deutlich. "Wir sind es den nachfolgenden Generationen schuldig, alles zu tun, diesen Unsinn zu verhindern."

    Vom Landkreis wünscht sich die Gemeinde Steinfeld seit längerem, dass die zugesagte Umgehungsstraße, die vom Kreisverkehr auf die Straße nach Waldzell führen soll, in Angriff genommen wird. Er sei "sehr zuversichtlich, dass es hier vorangehen wird", sagte der Bürgermeister mit Blick auf einen Besprechungstermin am 12. Februar im Landratsamt.

    Steinfeld soll Tierarztpraxis bekommen

    Ferner kündigte er an, dass voraussichtlich im Frühjahr dieses Jahres eine Tierarztpraxis in Steinfeld eröffnen werde. Aktuell gibt es im Dorf bereits eine Hausarztpraxis, eine Zahnarztpraxis sowie eine Praxis für Physiotherapie.

    Neben seinem Dank an alle, die in den vergangenen Jahren zum Wohl der Gemeinde beigetragen haben, ehrte Bürgermeister Koser am Sonntag besonders Rolf Reimer, der sich nunmehr seit 25 Jahren als Kommandant der Feuerwehr Hausen einbringt.

    Feuerwehrleute wie Reimer fragten nicht "warum?" und "wieso?", sondern nur danach, wo und wie sie helfen könnten, so Koser. Er überreichte Reimer die Feuerwehrehrennadel der Gemeinde in Gold, außerdem – "obwohl er den nicht bräuchte, die Jacke spannt schon ein bisschen" – einen Geschenkkorb mit Ess- und Trinkbarem. Auf Kosers Stichelei hin erzählte Reimer, dass er in seinem ersten Jahr als Kommandant der Meinung gewesen sei, die Jacke, die er bekommen hatte, sei aber arg groß. Damals habe Gerhard Kümmel zu ihm gesagt, er wachse da schon noch hinein. "Er hatte recht", meinte Reimer lachend.

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