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    Himmelstadt

    Straßenausbau "Hirtengarten" verschoben

    Das Thema Straßenausbau "Hirtengarten" in Himmelstadt in der Gemeinderatssitzung interessierte über 20 Personen. Wie die Verkehrsüberwachung aussehen könnte, präsentierte die RadarWacht GmbH.

    Die Erschließung "Hirtengarten" mit Straßenausbau wurde zwar 2017 beschlossen, jedoch liegt ein Antrag der Anwohner vor, dies wegen des hohen Kostenanteils zu verschieben. Um die Anwohner zur Kasse zu bitten, muss die Maßnahme bis 31. März 2021 vollständig abgerechnet sein. Eine Gleichbehandlung sei verzwickt, gab Bürgermeister Herbert Hemmelmann zu. Einerseits möchten die Anwohner des "Hirtengartens", dass die Gemeinde die Kosten übernimmt, andererseits möchten die Hauseigentümer der Ringstraßen nicht für die anderen noch einmal mitbezahlen. Ein Vorschlag ist, die Anwohner mit einer Ablösevereinbarung zu bewegen, einen Kostenanteil zu übernehmen, damit die Straße überhaupt gebaut werden kann.

    Die Rätin Ingrid Haimann findet es schwierig, eine Ablösevereinbarung mit allen Beteiligten bis zum März 2021 hinzubekommen. Zweiter Bürgermeister Uwe Menth fragte zurecht, was die Leute denn unterschreiben sollten, es liegen keine Zahlen auf dem Tisch.

    Rainer Paulus stellte fest, dass noch keine fertige Planung mit Kanal und sonstigen Anschlüssen vorliegt. Die möchte er erst sehen. Er schlug vor, parallel zu planen mit Ablösevereinbarung, auch wenn dann nicht in 18 Monaten vollständig abgerechnet ist. Die Restkosten muss sowieso die Gemeinde übernehmen.

    Hemmelmann sprach von Gesamtkosten von 500 000 bis 600 000 Euro, die auf die Gemeinde zukommen. Rudi Schmitt stellte fest, dass der Hirtengartenweg bisher nur ein Wirtschaftsweg ist, dem der Untergrund fehlt. Er sollte zur Straße ausgebaut und keine Flickschusterei betrieben werden. Es gibt keine Laternen und keinen Gehweg, auch das Oberflächenwasser muss abgeleitet werden. Wenn die Anwohner mithelfen, könne die Straße richtig ausgebaut werden.

    Andreas Scheb meinte, das Datum sei ein Problem, deshalb soll das Bauamt Auskunft geben, wie es laufen kann. Alexandra Röder hält es für illusorisch, zum Stichtag fertig zu werden. Mit gezielter Planung einer engeren Straße könne es billiger werden. Michael Radke fragte nach, ob eine Verengung der Straße eine Änderung des Bebauungsplanes nach sich zieht. Dies bestätigte Uwe Menth, dass es dann für das gesamte Areal gelte.

    Rainer Paulus rechnete vor, dass es wenig sinnvoll ist die Straße enger zu planen. Mit Fußgängerweg und Randstreifen kommen Minimum 5,50 Meter Straßenbreite zusammen. Jürgen Döll möchte die Planung mit den Anwohnern besprechen und Ingrid Haimann meinte, die Betroffenen sollen eine gemeinsame Lösung zum Ausbau der Straße finden. Rudi Schmitt wies auf die Haushaltslage hin, die geprüft werden müsse, und ist überzeugt, dass die Anwohner eine vernünftige Straße wollen.

    Bürgermeister Hemmelmann sagte, dass erst das Feuerwehrhaus abgerechnet werden muss, dann muss das Landratsamt prüfen, wieviel im neuen Haushalt für den "Hirtengarten" eingesetzt werden kann. Dem Antrag der Anwohner, den früheren Beschluss aufzuheben, wurde mit elf zu zwei Stimmen stattgegeben.

    Die Firma RadarWacht GmbH stellte ihr Konzept für die Verkehrsüberwachung vor. Bürgermeister Hemmelmann will Ende des Jahres mit den Gemeinderäten eine Entscheidung treffen, ob diese Maßnahme nötig ist. Dies hängt vom Parkverhalten der Verkehrsteilnehmer ab. Die RadarWacht kann sowohl den ruhenden als auch den fließenden Verkehr kontrollieren, je nach Vereinbarung. Für die Kontrolle der Parksituation wird die Politesse beauftragt. Mit Handy und Drucker kann sie die Strafzettel ausdrucken und am Fahrzeug anbringen. Sobald ausgedruckt ist, sind die Daten gespeichert und werden einmal täglich übermittelt. Für weitere Maßnahmen ist ein Zusammenschluss mit einer anderen Gemeinde sinnvoll. Es muss ein Arbeitsplatz mit PC zur Verfügung gestellt und ein Ansprechpartner in der Gemeinde bestimmt werden. Das Eintüten und verschicken sind in Eigenleistung der Gemeinde möglich.

    Zur Überwachung bei fließendem Verkehr ist vorab eine Verkehrszählung über eine Woche nötig. In der Analyse wird dokumentiert, wieviel Autos, Lastkraft- und Kleinwagen durchfahren, ob es Unfallschwerpunkte gibt, ob es laut ist und ob gerast wird. Die Überwachung mit Kameras dient der Verkehrserziehung und nicht den Geldeinnahmen. Es können verschiedene Blitzersäulen und Messgeräte aufgestellt werden. Für den Innerort gibt es Kameras, die zwei Fotos machen und für Kurzstreckenmessergebnisse geeignet sind.

    Der Einsatz zur Überwachung läuft ein Jahr. Nach vier bis sechs Monaten wird überprüft, ob die Aufgaben verändert und angepasst werden sollen.

    Bearbeitet von Barbara Wolf

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