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    Gemünden

    Streit in Gemünden: Hat ein Mann mit einer Holzlatte gedroht?

    An einem Spielautomat sollen zwei Männer aneinander geraten sein. Foto: kmatija

    Hat ein 27-Jähriger einen 37-Jährigen in einer Gemündener Spielothek beleidigt und bedroht? Diese Frage stellte sich nun Strafrichterin Laura Paczesny in der Hauptverhandlung am Amtsgericht Gemünden. Drei Zeugenaussagen und die Auswertung der Videoaufzeichnungen der Überwachungskameras brachten keine Klarheit. Jetzt will die Richterin noch eine weitere Zeugin hören.

    Es war der 8. Mai, als die beiden Männer an einem Spielautomaten aneinander gerieten. Dabei soll der jüngere verschiedene Gesten gemacht haben, um den älteren Mann vom Automaten zu vertreiben. Dieser betonte jedoch, dass er beleidigt worden sei. Ausdrücke wie "Fick dich, Arschloch" und "ich bring dich um" sollen gefallen sein.

    Mann drohte mit Holzlatte

    Den Aussagen nach wollten beide Männer vor dem Lokal ihre verbale Auseinandersetzung fortführen. Dabei sollen weitere Drohungen ausgesprochen worden sein. Nach einigen Minuten sei der 27-Jährige mit einer etwa 80 bis 100 Zentimeter langen Holzlatte angekommen und habe damit gedroht. "Stimmt nicht", betonte dieser in der Verhandlung. Nach der mündlichen Aussprache vor dem Lokal sei er zurück zu den Automaten gegangen. Dort will er seinen Gewinn von rund 400 Euro entnommen und haben und nachhause gegangen sein.

    Die Polizeibeamtin, die den Vorfall im Mai protokolliert hatte, berichtete, dass sie im November 2018 schon einmal Kontakt mit dem 27-Jährigen in der Spielothek gehabt hatte. Damals wegen einer angeblichen Schlägerei. Auch im Mai wurde die Polizei kurz nach Mitternacht ein zweites Mal gerufen. Der Vorwurf dieses Mal: Der Mann soll mit einem Messer in der Hand vor dem Lokal aufgetaucht sein. Von der Polizei wurde er dort jedoch nicht angetroffen, sondern in seiner Wohnung.

    Übereinstimmend betonten Richterin Paczesny und die Staatsanwältin, dass sie zur Urteilsfindung unbedingt noch eine Zeugin hören wollen. Deshalb wurde die Verhandlung jetzt unterbrochen. Sie wird am Dienstag, 19. November um 9.30 Uhr fortgesetzt.

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