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    Karlstadt

    THW Karlstadt leistet 17 329 ehrenamtliche Stunden

    Jahresversammlung des Technischen Hilfswerkes Ortsverband Karlstadt. Foto: Michael Möllmann

    Zahlreiche Gäste aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik sowie Funktionsträger aus allen Hilfsorganisationen folgten vor kurzem der Einladung zur Jahresversammlung des Technischen Hilfswerks (THW) in Karlstadt.

    Reiner Labisch, der Ortsbeauftragte des Karlstadter THW-Ortsverbandes, führte durch den Vormittag. In seiner Rückschau zeigte er auf, dass ein arbeitsreiches Jahr mit einigen Veränderungen hinter dem THW-Ortsverband liegt. In Wort und Bild erinnerte er laut Pressemitteilung beispielsweise an den großen Schnee-Einsatz in Süddeutschland gleich im Januar, zu dem auch einige Helfer aus Karlstadt ausrückten, oder an die jährlich wiederkehrenden Hilfeleistungen für die Stadt wie zum Beispiel die Absicherungen von Faschingszug und Maibaum-Aufstellung.

    Aber auch die zahlreichen Ausbildungstermine der Helfer des Technischen Zuges oder der Jugendgruppe blieben nicht unerwähnt. Insgesamt investierten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im vergangenen Jahr 17 329 Stunden ihrer Freizeit ins THW. Darüber hinaus stießen 2019 drei Helferanwärter für den aktiven Dienst und sechs neue Junghelfer zur Mannschaft dazu.

    Großer Freudentag

    Als großen Freudentag für die Helferinnen und Helfer war der 27. Juli 2019 zu nennen, an dem der neue Gerätekraftwagen (GKW) der Bergungsgruppe nach Karlstadt überführt werden konnte. Der GKW ist sozusagen das Flagschiff eines jeden THW-Stützpunktes und wird oftmals liebevoll als „fahrender Werkzeugkoffer“ betitelt, da er die größte Bandbreite an technischem Gerät mit sich führt, die es im THW-Fuhrpark gibt. Das neue Fahrzeug vom Typ MAN TGM 18.290 löst damit den in die Jahre gekommenen Mercedes-Benz Rundhauber ab.

    Die größte Veränderung im vergangenen Jahr brachte jedoch die Umstrukturierung des Technischen Hilfswerks auf Bundesebene. Durch das neue Rahmenkonzept, das laut Mitteilung die Neuausrichtung der Aufgaben des THW in Hinblick auf kritische Infrastrukturen vorantreibt, wurde im vergangenen September bundesweit in allen Ortsverbänden die neue Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung“ (kurz: FGr N) installiert. In den meisten anderen THW Standorten wurde die bisherige zweite Bergungsgruppe in die Fachgruppe N umgewandelt, wodurch deren Gerät, Fahrzeug und Mannschaft nun zukünftig für die neuen Aufgaben herangezogen wird. Die Kernaufgaben dieser Gruppe bestehen unter anderem aus Tätigkeiten zum Beispiel in den Bereichen Elektroversorgung, Transport, Pumparbeiten und Notversorgung.

    Fachgruppe N ausstatten

    Im Karlstadter Ortsverband besteht jedoch die Besonderheit, dass diese Fachgruppe quasi „von Null an“ aufgebaut werden muss, da die bisherige zweite Bergungsgruppe aufgrund ihrer technischen Spezialisierung auf extrem schwere und große Bergungsgeräte als „Fachgruppe schwere Bergung“ weitergeführt wird. In der kommenden Zeit muss nun mit einem neu zu beschaffenden Fahrzeug, Gerätschaften und Personal die Fachgruppe N ausgestattet werden.

    Als nächster Höhepunkt folgte das Grußwort der Leiterin der THW-Regionalstelle Karlstadt, Karin Munzke. Neben ihrem Dank an die Helferschaft für die geleisteten Dienste ehrte die Helfer Alexander Schmitt und Sebastian Hauptmann für zehn Jahre Mitgliedschaft. Dem schlossen sich die Grußworte mehrerer Gäste an, unter anderem von Landrat Thomas Schiebel, MdB Alexander Hoffmann oder Karlstadts Bürgermeister Dr. Paul Kruck, welche die geleistete Arbeit des Ortsverbands und seine Jugendarbeit lobten.

    Schließlich klang die Jahresversammlung mit einem mittlerweile traditionellen Weißwurst-Frühstück bei guten Gesprächen der Teilnehmer aus.

    Bearbeitet von Lena Bayer

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