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    Lohr

    The Twelve Tenors: Publikum bejubelt hohe Sangeskunst

    Ob in China, Japan oder im unterfränkischen Lohr: The Twelve Tenors haben in der nahezu ausverkauften Lohrer Stadthalle wahre Beifallsstürme geerntet.
    Ob in China, Japan oder im unterfränkischen Lohr: The Twelve Tenors haben in der nahezu ausverkauften Lohrer Stadthalle wahre Beifallsstürme geerntet. Foto: Gisela Büdel

    Ausnahmezustand am Freitagabend in der nahezu ausverkauften Lohrer Stadthalle: Beifallsstürme und Standing Ovations von 730 Besuchern begleiten "The Twelve Tenors" durch ihre Bühnenshow mit dem Titel "Zwölf-Jahre-Jubiläumstour". Unterstützt durch brillante Lichteffekte faszinierten die Sänger ihr Publikum mit großen Stimmen und emotionaler Nähe.

    Die Künstler waren bereits zum dritten Mal in Lohr zu Gast. Ihr zweistündiges Programm bot ein buntes Potpourri aus Klassik, Pop, Rock und leichter Muse. Wobei die Betonung auf "bunt" liegt. So erklang nach dem »Kleinen grünen Kaktus« der Comedian Harmonists das russische Volkslied »Kalinka«. Unmittelbar nach Eric Claptons tiefgründiger Ballade »Tears In Heaven« wurde das Publikum im beschwingten »That´s Amore« von Dean Martin zum Schunkeln animiert.

    Eine kleine Kritik auf hohem Niveau: Stimmiger erschiene das Programm, wenn die einzelnen Musikstile in Blöcke zusammengefasst würden. Instrumental begleitet ein Trio die Tenöre an zwei E-Pianos und am Schlagzeug. International gestaltet sich die Reise nicht nur in den Arrangements, global sind auch die Heimatländer der allesamt ausgebildeten Sänger und Musical-Darsteller.

    Frontmann, Moderator und gewichtiger Spaßvogel der Gruppe: Der Nürnberger Alexander Herzog

    Letzteres dürfte der Grundstein für die originellen Choreographien und die leidenschaftliche Ausdrucksstärke sein. Das musikalische Dutzend kommt aus England, Irland, Wales, Schweden, Italien und Süddeutschland. Absoluter Sympathieträger ist der gebürtige Nürnberger Alexander Herzog. Er ist Frontmann, Moderator und gewichtiger Spaßvogel der Gruppe.

    Um sicher durch den Abend zu kommen, riet er dem Publikum: »Stehen Sie auf, wenn sie mitsingen wollen.« Gleiches gelte für den tänzerischen Hüftschwung. Ob atemberaubende Soli, das geschickt inszenierte Duett oder die zwölf Klangfarben des Chores: Vom Publikum gefeiert wird große Musik wie Puccinis »Nessun Dorma« oder das spanische »Granada«. Wobei es keinen Unterschied macht, ob die Sänger miteinander oder augenzwinkernd »gegeneinander« antreten.

    Die Mut machende Hymne »You Raise Me Up« ist dem sicherlich spendierfreudigen Lohrer Publikum gewidmet. Herzog hatte im Vorfeld um Spenden für die Deutsche Kinderhospiz- und Familienstiftung geworben. An diesem Abend konnten die Tenöre  817,07 Euro für die DKFS sammeln. Lebhaften Applaus gab es für Roy Orbisons »Pretty Woman«. Ganz still im Saal wurde es dagegen beim legendären »Hallelujah« von Leonard Cohen.

    Eine Klasse für sich waren Medleys der Beatles und Boygroups der 90er-Jahre sowie die Hommage an die britische Rockband Queen um Freddie Mercury. Was sicht- und hörbare Frankenpower ist, demonstrierten die Fans zum heißen Rockmedley – und zwar von Reihe eins bis hinauf zur Empore. »The Twelve Tenors« belohnten die Begeisterung des Publikums mit Zugaben, bis es zum stimmungsvollen Finale hieß: »Time To Say Goodbye«. Ein Wiedersehen und Wiederhören gibt es am 14. Januar 2021 an gleicher Stelle.

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