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    Hafenlohr

    Thorsten Schwab: Die Zukunft der Gemeinde liegt mir am Herzen

    Der Bau der Umgehungsstraße mit Hochwasserschutz ist für Thorsten Schwab das wichtigste Projekt für die nächsten Jahre. Er sieht sich im Vorteil aufgrund seiner Erfahrung.
    Als Fotomotiv hat sich Thorsten Schwab den Eingang vom Rathaus ausgesucht. Für ihn ist dieser Ort das Sinnbild für die Entscheidung, um die es bei der Wahl geht
    Als Fotomotiv hat sich Thorsten Schwab den Eingang vom Rathaus ausgesucht. Für ihn ist dieser Ort das Sinnbild für die Entscheidung, um die es bei der Wahl geht Foto: Susanne Feistle

    Thorsten Schwab ist seit 2008 Bürgermeister von Hafenlohr und möchte es auch gerne bleiben. Im Gegensatz zu 2014 hat er nun mit Katja Wagner-König eine Gegenkandidatin. In seiner Freizeit fotografiert und wandert der 44-jährige Vater dreier Kinder gerne. Er hat uns sieben Fragen beantwortet:

    Warum möchten Sie Bürgermeister bleiben?

    Thorsten Schwab: Hafenlohr ist mein Heimatort und die Zukunft meiner Gemeinde liegt mir sehr am Herzen. Es gibt viele Projekte, die schon umgesetzt werden konnten, aber auch noch vieles, was begonnen wurde und weitergeführt werden muss, beispielsweise unsere Ortsumgehung. Ich denke, ich kann als Bürgermeister für meine Gemeinde noch einiges erreichen.

    Was gefällt Ihnen besonders in Ihrer Gemeinde?

    Schwab: Wir haben gute Betreuungsmöglichkeiten für Kinder, aber auch für ältere Menschen in der Gemeinde. Die Busanbindung nach Marktheidenfeld ist sehr gut, in beiden Ortsteilen gibt es gemeindliche Bürgerhäuser, VDSL ist mit bis zu 100 Mbit/s ausgebaut, es gibt Einkaufsmöglichkeiten, eine gute ärztliche Versorgung und eine intakte Natur – hier lässt es sich gut leben und alt werden.

    Welche Ziele haben Sie in der vergangenen Periode erreicht?

    Schwab: Das Bürgerhaus Windheim wurde fertiggestellt, der Bauhof erweitert, in der Grundschule digitale Klassenzimmer eingerichtet sowie die Fenster und Heizung erneuert, die KiTa komplett saniert und erweitert, ein Baugebiet wurde geschaffen und ist schon fast komplett bebaut sowie zwei Straßen mit Wasser und Kanal komplett saniert. Größte Maßnahme war die Generalsanierung unserer Sporthalle in Rekordzeit von nur einem Jahr.

    Welches ist das wichtigste Projekt in der nächsten Zeit?

    Schwab: Der Bau der Umgehungsstraße mit Hochwasserschutz wird uns die nächsten Jahre sehr fordern. Hier ist es wichtig, einen guten Kontakt zu den staatlichen Behörden zu halten, denn hier baut nicht die Gemeinde, sondern das Land. Die Verhandlungen vor Ort führt der Bürgermeister, der Hauptberuf Abgeordneter schadet da sicher nicht. In Folge wird es darauf ankommen, mit gezielten punktuellen Dorferneuerungsmaßnamen den Altort attraktiv zu halten. Die Pläne hierfür liegen schon vor.

    Was sind Ihre wichtigsten Ziele für die nächsten sechs Jahre?

    Schwab: Ein Mehrgenerationenhaus als Treffpunkt für die ältere Generation ist ein wichtiges Ziel. Es laufen schon viele Gespräche und es gibt tolle Ideen zur Sanierung des Pfarrheimes in Hafenlohr. Ein Grundstück zur Erschließung hat die Gemeinde schon erworben, auch die Caritas ist mit eingebunden. Auch für diese Dorferneuerungsmaßnahme sind bis 89 Prozent Förderung vom Staat möglich. Ergänzend dazu ein Fahrdienst, der auch die Bürger von Windheim an das Angebot anbindet.

    Wie ist die Zusammenarbeit im Gemeinderat und in der Gemeinde?

    Schwab: Im Gemeinderat werden fast alle Beschlüsse einstimmig gefasst, es herrscht eine gute Stimmung und wir bringen die wichtigen Dinge gemeinsam voran. Erstaunlich ist, dass die Freien Wähler alle Projekte, die jetzt von ihnen kritisch gesehen werden, im Gremium mit beschlossen haben. Ich denke, das hängt mit der Kommunalwahl zusammen. Auch mit den Bürgern bin ich ständig im Dialog, bei den entscheidenden Weichenstellungen wird die Bevölkerung stets über öffentliche Versammlungen eingebunden.

    Was, denken Sie, machen Sie anders, als es Ihre Gegenkandidatin Katja Wagner-König tun würde?

    Schwab: Die Belange der Vereine und Bürgerbeteiligung sind enorm wichtig, da bin ich ganz bei Frau Wagner-König – aber das geschieht ja schon. Eine Gemeinde ist aber mehr. Von der Arbeitssicherheit im Bauhof, über die Buchungszeiten im Kindergarten, Spielplätze, Grundschule, Feuerwehrwesen bis hin zur Vertretung der Gemeinde nach außen und bei Behörden – es geht um ein ganz breites Themenspektrum. Kommunalpolitische Erfahrung und Verwaltungserfahrung ist schon sehr hilfreich, um eine Gemeinde zu führen, ich denke das unterscheidet uns hauptsächlich.

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