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    Karbach

    "Todesurteil für drei Menschen pro Tag": Endrich enttäuscht von Organspende-Entscheidung

    Organspende und Transplantation aus der Sicht des betroffenen Stefan Endrich. Eine Aufnahme von seinem Vortrag im Dezember. Foto: Linda Weis

    Bürgermeister Bertram Werrlein dankte in der jüngsten Gemeinderatsitzung Marga Stegerwald und Stefan Endrich." Es ist beachtlich, welche Arbeit die beiden leisten", so Werrlein, nachdem die Seniorenbeauftragte und der Behindertenbeauftragte ihren Tätigkeitsbericht abgeliefert hatten.

    Stegerwald berichtete unter anderem von einer Sitzung des Seniorenbeirats in Karlstadt, bei der Staatssekretärin Anna Stolz und dem Landtagsabgeordneten Thorsten Schwab ein Offener Brief zu seniorenpolitischen Themen wie öffentlicher Personennahverkehr, Infrastruktur und ärztliche Versorgung im ländlichen Raum übergeben wurde.

    Aber auch über einen Vortrag von Friederike Döring zum Thema "Und der Mensch bleibt Mensch" in der Karbacher Schule, bei dem es um das Recht auf Achtung und Würde, egal in welchem Alter und mit welcher Beeinträchtigung, ging, informierte die Seniorenbeauftragte. Hierbei sollte auch ausgelotet werden, ob es in der Marktgemeinde Bedarf an Betreuung von Menschen mit Demenz gibt und ein entsprechendes Angebot, ähnlich wie es Stegerwald in Marktheidenfeld unterstützt, auch in Karbach stattfinden könnte. "Es war einiges los und ich freue mich schon auf die neuen Aufgaben in diesem Jahr", schloss Stegerwald ihre Ausführungen.

    Kritik an Ablehnung der doppelten Widerspruchslösung

    Der örtliche Behindertenbeauftragte Stefan Endrich ging auf verschiedene Seminare ein und berichtete, dass er mit der Behindertenbauftragten des Landkreises, Elena Reinhard, zehn Objekte in Karbach und Birkenfeld für den digitalen Wegweiser vermessen habe, darunter das Haus der Vereine und die Mehrzweckhalle in Karbach sowie die Egerbachhalle und Grundschule in Birkenfeld. Neben seinem Tätigkeitsbericht war es Endrich am Donnerstagabend, wenige Stunden nach der Entscheidung im Bundestag zum Thema Organspende, ein großes Anliegen, den Ratsmitgliedern seine Enttäuschung über die Ablehnung der doppelten Widerspruchslösung deutlich zu machen.

    "Unsere Volksvertreter haben somit das Todesurteil für drei Menschen pro Tag für die nächsten Jahre gefällt", machte er, der sich seit vielen Jahren für die Organspende engagiert, deutlich. "Seit 25 Jahren bin ich unterwegs und kämpfe gegen Windmühlen. Aber ich werde auch die nächsten 25 Jahre weitermachen", versicherte Endrich.

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