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    Lengfurt

    Triefensteiner Benefiz-Schwimmen: Dreimal durch den Ärmelkanal

    Neun Mitglieder der Prinzengarde der Carnevalsfreunde Zellerau schwammen fleißig mit.  Foto: Raymond Roth

    Ein voller Erfolg war das, von der BRK-Wasserwacht Ortsgruppe Triefenstein durchgeführte, Benefiz-Schwimmen, bei dem knapp 100 Schwimmer im Triefensteiner Waldbad ihr Bestes gaben. Mit den zurückgelegten 4568 Bahnen könnte man gut dreieinhalbmal den Ärmelkanal durchschwimmen.

    Für jede Bahn gab es 50 Cent in die Spendenkasse. Den Gesamterlös will die Wasserwacht-Ortsgruppe für den Technik-Bereich des Waldbades verwenden. Die Schwimmer konnten für einen Sponsor schwimmen, sich privat einen Sponsor suchen oder auch ihr Scherflein direkt leisten, ohne zu schwimmen. Allein privat kamen auf diese Weise gut 1350 Euro zusammen. Insgesamt wurden 114,2 Kilometer geschwommen. 

    Besucherin: "Da schwimme ich gerne meine 100 Bahnen."

    Offiziell erste Schwimmerin war am Samstagmittag Gabriela Träger aus Lengfurt, die für ihren Sponsor, dem Klinikum Marktheidenfeld, schwamm. In zwei „Blöcken“, der zweite kurz vor Mitternacht, schwamm sie fünf Kilometer, und sagt: „Dieses tolle Waldbad bietet allen, die hierherkommen, so viel, da schwimme ich gerne meine 100 Bahnen.“ Da vier der Rettungsschwimmer ja am Samstag Dienst hatten, hatten sie bereits am Mittwoch „vorgeschwommen“, für ihren Sponsor LIPOTEC (Triefenstein). Georg Holzmann, Sebastian Dürnagel, Sandra Gränz und Manfred Werner schwammen da zusammen 600 Bahnen, also 30 Kilometer.

    Dreieinhalb mal durch den Ärmelkanal - so viele Kilometer sind beim Benefizschwimmen zusammengekommen. Foto: Raymond Roth

    Die zurückgelegten Bahnen wurden akribisch überwacht und notiert. Jeweils vier „Zähler“, die meisten ehrenamtlich tätig, hatten die beiden Bahnen fest im Blick, und auf jeder Liste wurde dann in der Zahlenkolonne im „50er-Einmaleins-Durchstreich-Modus“ jede Doppel-Bahn abgehakt. Der Platz auf der Liste erwies sich gerade mal als ausreichend für Thomas Stöckl  aus Esselbach und René Redelberger aus Birkenfeld, die fünf beziehungsweise 4,1 Kilometer schwammen. Beide sind Triathleten und nutzten die Gelegenheit, diesmal für einen guten Zweck zu trainieren. Thomas Stöckl sagte auch: „Ich bin Familienvater und möchte alles tun, dass meine Kinder auch künftig dieses schöne Bad nutzen können.“

    Kurz vor Mitternacht legte Patrick Groß (Sponsor: Bauzentrum Kuhn) nach einer Essenspause die letzten von insgesamt 16 Kilometern Gesamtstrecke „drauf“. Er legte damit die insgesamt längste Strecke zurück. Schon am Nachmittag hatte er den Rekord für „längste Gesamtstrecke am Stück“ mit 520 Bahnen erreicht. Er ist Triathlet, genauso wie Manuel Emrich, mit dem er zehn Kilometer am Stück geschwommen war. Die „Faschings-Zahl“ von 111 Bahnen lieferte „Steeäisel“-Mitglied Andy Stange. Und die Gemeinde Markt Triefenstein wurde – halb offiziell, halb privat – vertreten durch die stellvertretende Geschäftsführerin Nadine Schubert, die 50 Bahnen schwamm.

    Von Jahrgang 1940 bis 2015: Alle Generationen schwammen mit

    Täglich 40 Bahnen absolvierte Rudolf Dupuy im Waldbad. Das ist zwar nicht die längste Strecke, dafür erschwamm er sich aber das Prädikat „ältester Benefiz-Schwimmer“ (er ist Jahrgang 1940). Unter den Gästen war auch die C1-Jugend des FC Kickers Obertshausen bei Offenbach, die vom Campingplatz Main-Spessart Lengfurt herübergekommen waren. Trainer Sebastian König hatte kurzerhand das Ausdauertraining der 15 Spieler ins Schwimmerbecken verlegt. Die Vorsitzende des Sportvereins Frankonia Lengfurt, Karin Öhm, schwamm 40 Bahnen und neun Mitglieder der Prinzengarde der „Carnevalsfreunde Zellerau“ schwammen ebenso fleißig.

    Besonderes leisteten die Kinder, was ein sehr deutlicher Beweis dafür ist, dass dieses Waldbad unbedingt erhalten bleiben muss. Pauline Otremba und ihr Bruder Moritz aus Lengfurt, 15 und zwölf Jahre alt, steuerten 100 und 40 Bahnen bei. Als jüngste Teilnehmerin hat auch die vierjährige Luise Zippe eine Bahn beigesteuert. Nur wenige Wochen älter ist Aymée Lou aus Gräbenteich, die mit Bruder Damian Joel und den beiden Geschwistern Lennard und Melina Grassmee (alle zwischen vier und sieben Jahren alt) zusammen fünfzehn Bahnen beisteuerten.

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