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    Karlstadt

    Über 5500 Schüler an den Grund- und Mittelschulen in MSP

    Schulamtsleiterin Doris Grimm.  Foto: Laura Brönner

    "5588 Jungen und Mädchen werden ab diesem Dienstag eine der Grund- und Mittelschulen im Landkreis Main-Spessart besuchen", gab Schulamtsleiterin Doris Grimm in einem Pressegespräch am Montag bekannt. Es gibt 24 Grundschüler mehr als im Vorjahr und 40 Mittelschüler weniger, in der Gesamtzahl also einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr.

    Ihre Stellvertreterin Karin Auth erklärt: "Eltern von Kindern, die zwischen Anfang Juli und Ende September ihren 6. Geburtstag feiern, können wählen, ob ihre Kinder nun eingeschult werden oder im kommenden Jahr." Dieser sogenannte Einschulungskorridor ist neu, bisher musste ein Antrag auf verspätete Einschulung begründet werden. Die Mehrheit der Eltern hat die spätere Einschulung gewählt. "Im nächsten Jahr wird sich das wieder ausgleichen", so Auth. 

    Zwölf Realschul- und Gymnasiallehrer in der "Umschulung"

    293 Klassen gibt es im Schuljahr 2019/2020 an den Grund- und Mittelschulen im Landkreis, 301 waren es im Vorjahr. Grundschulklassen werden im Durchschnitt von 20,17 Kindern besucht, Mittelschulklassen von 18,68. Die Versorgung mit Lehrern sei vergleichbar mit der im vergangenen Jahr; mit 26 kamen heuer recht viele Lehramtsanwärter in den Landkreis. Weiterhin sind Grund- und Mittelschulen auf Lehrer anderer Schularten angewiesen, die mit einer Zweitqualifikation wechseln. "Die meisten fühlen sich bei uns wohl. Ihnen gefällt das Klassleiterprinzip", sagt Doris Grimm. Zwölf Frauen und Männer befinden sich derzeit in dieser "Umschulungsphase". 

    Der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund wächst in den Grund- und Mittelschulen im Landkreis auf rund 23 Prozent. Dazu gezählt werden auch Kinder mit deutschem Pass, „wenn zu Hause in der Familie nicht überwiegend Deutsch gesprochen wird“, so Auth. Das spiegelt die Entwicklung in der Gesellschaft wider. 

    Peter Erdmanns Veränderung ohne Wechsel

    An drei Grundschulen in Main-Spessart gibt es zum neuen Schuljahr neue Schulleiter: Daniela Schwab leitet die Grundschule Erlenbach, Kerstin Weber die Grundschule Langenprozelten. Peter Erdmann war bisher Schulleiter in Triefenstein und kommissarischer Schulleiter in Kreuzwertheim. Nun wird er Schulleiter in Kreuzwertheim und bleibt für Triefenstein zuständig, bis ein Nachfolger gefunden ist. "Der Altersschnitt der Schulleitungen ist nach den Wechseln im vergangenen und in diesem Jahr deutlich gesunken. Personell sollten wir damit in den nächsten Jahren stabil bleiben", sagt Doris Grimm.

    Weitere Neuerungen zum neuen Schuljahr: Die Grundschulen in Arnstein, Urspringen, Thüngen, Karlstadt, Retzstadt und Eußenheim gehören in den kommenden zwei Jahren zu den "Sinus-Grundschulen" in Bayern, in denen die Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts gesteigert werden soll. Ihre Lehrer erhalten besondere Fortbildungen. Die Förder- und Beratungsstelle für Kinder mit besonderen Schwierigkeiten in Mathematik ist von Arnstein an die Grundschule Marktheidenfeld umgezogen.

    Das Fach Informatik wird heuer in den fünften und siebten Mittelschulklassen eingeführt und im nächsten Jahr in den Klassen fünf bis acht unterrichtet. Im Landkreis sind Stellen ausgeschrieben für einen "Medienpädagogischen Berater digitale Bildung" und einen Berater mit dem "Schwerpunkt Informationstechnik". Die Schulleiter wollen sich im kommenden Schuljahr dem Thema Umweltbildung widmen und planen besondere Jahresprogramme. "Wir starten motiviert ins neue Schuljahr", betonen Doris Grimm und Karin Auth.

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