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    Partenstein

    Über Flächenkauf will Gemeinde weiter mit Bahn reden

    Die Gemeinde Partenstein möchte gerne unter anderem auch den Dreiecksplatz von der Deutschen Bahn kaufen. Foto: Horst Born

    Einen Rekordbesuch hatte die Bürgerversammlung am Freitagabend in Partenstein zu verzeichnen. Gut 130 Bürger aller Altersklassen interessierten sich für das Ortsgeschehen. Kompetent und sachlich wurden sie in 90 Minuten vom Bürgermeister Stephan Amend auf den neuesten Stand der Gemeindepolitik gebracht.

    Schwerpunkte bilden der Neubau der Verbandskläranlage "Lohrbachtal" und die Neugestaltung des Bahnhofsumgriffs. Bisher werden die Kosten für die Kläranlage auf 7,6 Millionen Euro geschätzt. Zwei Drittel davon entfallen auf die Marktgemeinde Frammersbach und auf Partenstein ein Drittel. Ein ständiges Thema bleibt dabei auch das Fremdwasser in der Kanalisation. Die Einleitgenehmigung wurde gerade erst bis Dezember 2022 erteilt.

    Risiko Steinbruch

    Den Kauf von 14 400 Quadratmeter Bahngelände hielt Bürgermeister Amend für vertretbar. Dieser wurde aber mehrheitlich vom Gemeinderat abgelehnt wegen des Risikos "Steinbruch", den die Gemeinde hätte auch kaufen sollen. Die Felsen wurden vor einiger Zeit von der Bahn gesichert und entbuscht. Laut Rathauschef hätte man den Neuländerweg mit einem Zaun und einen Erdwall vor herabfallenden Steinen schützen können.

    Der Kaufpreis für die Gesamtfläche hätte 47 500 Euro betragen, was 3,30 Euro für den Quadratmeter ausmache. Ein zweites Problem bei dem Bahngelände ist das eventuell kontaminierte Erdreich besonders beim ehemaligen Lokschuppen.

    Die Entsorgungskosten werden auf maximal 250 000 Euro taxiert, wobei sich die Bahn mit höchstens 30 000 Euro beteiligt hätte. Der Bürgermeister hält weiterhin an einen Kauf fest und möchte noch im Januar bei einem Ortstermin mit der Bahn nachverhandeln.

    Finanzlage bestens

    Finanziell steht die Gemeinde Partenstein laut Bürgermeister Amend sehr gut da. Die Schulden belaufen sich auf 120 000 Euro, was pro Kopf gerade mal 42,49 Euro ausmache. Auch verfüge die Gemeinde noch über eine Rücklage in Höhe von 1,1 Millionen Euro. Entnommen wurden 2018 daraus 473 000 Euro.

    Derzeit sind für die Feuerwehr zwei neue Fahrzeuge ausgeschrieben. Zusammen kosten sie rund 550 000 Euro. Der Gemeindeanteil belaufe sich auf 400 000 Euro. Auch werden neue Pressluftatmer und Schutzmasken für die Wehr angeschafft.

    Rathaussanierung steht bevor

    Für die Mittagsbetreuung der Grundschule entstehen im Dachgeschoss der Schule am Oberen Weg ein Werk-, ein Bastel- und ein Ruheraum. Für die Naturpark-Spessartschule wurde in Schulmöbel und in die digitale Infrastruktur rund 30 000 Euro investiert. Die Glasfaseranbindung folge noch. Das Jugendheim erhielt eine neue Bestuhlung die Bühnentechnik wurde erweitert.

    Der Kindergarten wurde um eine dritte Krippengruppe in kürzester Zeit erweitert. Renoviert wurde auch die Schulsporthalle.

    In Planung befinde sich die Rathaussanierung. Auch ein Fahrstuhl für die Barrierefreiheit komme in Betracht. Am Rathaus und am Jugendzentrum soll ein offenes WLan installiert werden. In die Ortsmitte komme eine Ladestation für e-Bikes im Rahmen des Projektes "Wald erfahren". Im Wald werde am Fürstenweg für Wanderer und Radfahrer eine Schutzhütte aufgestellt.

    Solaranlagen auf die Dächer

    Eventuell kommen auf die Schule in der Lehe und auf die Turnhalle Photovoltaikanlagen um Energie zu gewinnen. Energie spare die Gemeinde bereits jetzt durch die Umrüstung der Straßenlampen. Stillstand herrscht auch beim weiteren Ausbau der Staatsstraße 2317. Dagegen wird die Freisportanlage rege genutzt und das Memospiel "Bürgerschatzkästchen" wird gerne gekauft.

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