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    Urspringen

    Übung: Drei Kinder aus brennender Halle gerettet

    Gemeinschaftsübung der Feuerwehren. Foto: Heidi Vogel

    "Urspringen, Grünsfelder Siedlung: Starke Rauchentwicklung auf einem landwirtschaftlichen Anwesen, mehrere Personen vermisst!" - So lautete am Freitag um 17.36 Uhr der Funkspruch, mit dem die Feuerwehren aus Urspringen, Karbach, Roden, Birkenfeld und Billingshausen alarmiert wurden. Glücklicherweise handelte es sich bei dem Alarm nur um eine gemeinschaftliche Übung der benachbarten Wehren.

    Die heimische Feuerwehr war auf dem rund drei Kilometer außerhalb von Urspringen gelegenen Aussiedlerhof von Roman Eyrich als erste vor Ort und nahm Eyrich, der zwei seiner Enkel in der brennenden Halle vermutete, in Empfang. Während zwei Atemschutzgeräteträger aus Urspringen in der Halle nach den vermissten Personen suchten, stellte die Birkenfelder Wehr aus ihrem Tank die Wasserversorgung für die örtliche Feuerwehr sicher und legte zudem zusammen mit den Kräften aus Billingshausen eine rund 700 Meter lange Schlauchstrecke vom Hydranten zum Einsatzort. Die Feuerwehrler aus Roden und Karbach kümmerten sich um die weitere Löschwasserversorgung aus dem benachbarten Bach und um eine Riegelstellung, um die benachbarte Halle und das Wohnhaus zu schützen.

    Trotz der komplett vernebelten, großen Maschinenhalle konnten die vermissten Personen schnell gefunden werden, wobei sich herausstellte, dass sich nicht wie ursprünglich vermutet zwei, sondern drei Kinder in der brennenden Halle befanden.

    Während Urspringens Kommandant Stefan Seim die Einsatzleitung innehatte, stand die Übung, an der 58 Einsatzkräfte beteiligt waren, unter der Beobachtung der beiden Kreisbrandmeister Anna Diener und Thomas Baumann, sowie Hans-Peter Blum und Sebastian Leimeister, den Kommandanten aus Karbach und Billingshausen, und Andreas Krug, dem stellvertretenden Kommandanten aus Urspringen.

    "Hauptziel der Übung war es, die Löschwasserversorgung bei den weit abgelegenen Aussiedlerhöfen zu testen. Zum anderen sollten die benachbarten Wehren die Grünsfelder Siedlung als möglichen Einsatzort überhaupt finden", fasste Stefan Seim, der sich mit der Übung zufrieden zeigte, am Ende zusammen. Ein weiteres Anliegen sei es gewesen, das Zusammenspiel der verschiedenen Atemschutztrupps zu üben. Denn insgesamt waren 15 Atemschutzgeräteträger anwesend, die von Abschnittsleiter Stefan Konrad, dem stellvertretenden Kommandanten aus Birkenfeld, instruiert wurden.

    Zum Abschluss der erfolgreichen Übung, bei der auch Urspringens zweite Bürgermeisterin Marion Müller-Blass und Karbachs Bürgermeister Bertram Werrlein anwesend waren, wurden die Einsatzkräfte von der Gemeinde Urspringen zu einer Brotzeit eingeladen.

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