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    MARKTHEIDENFELD

    Unwetter: Viel Wasser, wenig Schaden

    Ein heftiges Unwetter ging am Sonntagabend auch über Bischbrunn nieder. Man glaubt es kaum, aber das hier zu sehende Foto entstand um exakt 22.48 Uhr. Dass es so hell darauf ist, liegt daran, dass es just in dem Augenblick blitzte. Foto: Manuel Kömm

    Der Himmel öffnete seine Schleusen im Raum Marktheidenfeld am späten Sonntagabend: Wassermengen von 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter, örtlich sogar bis zu 70 Liter, kamen laut dem Deutschen Wetterdienst zwischen 22 und 23 Uhr in der Region herunter.

    Die Feuerwehr Bischbrunn wurde zu einer vollgelaufenen Garage in der Kurmainzer Straße gerufen. Diese stand 30 Zentimeter tief unter Wasser. Von den Feuerwehrleuten wurde sie leer gepumpt, berichtet Vorsitzender Michael Wiesmann. Außerdem kümmerten sich die Einsatzkräfte um sechs ausgespülte Kanaldeckel.

    Der Feuerwehr Esselbach wurde ein umgestürzter Baum auf der Fahrbahn zwischen Kredenbach und Michelrieth gemeldet, vor Ort entpuppte sich die Information aber als Fehlmeldung.

    Keine Einsätze meldete Timo Hennig, Beauftragter des THW-Ortsverbandes Marktheidenfeld. Es seien lediglich zwei Paletten Sandsäcke zum Feuerwehrfest in Altfeld geliefert worden. Mit diesen wollte der Verein verhindern, dass Wasser in das Festzelt läuft. „Wir haben die Säcke von der Einfahrt bis zum Festzelt gelegt, um es so in ein vorbereitetes Becken umzuleiten“, erläutert Kommandant Stephan Wiesmann. Von da aus sollte es mit Pumpen weggeschafft werden. Doch bei den Wassermassen, die in Altfeld herunterkamen, waren die Pumpen überfordert. So sammelte sich gegen 22, 23 Uhr dennoch das Wasser im Barbereich, der daraufhin geräumt wurde.

    Nachdem das Zelt am Montagfrüh komplett ausgespritzt und so von Wasser und eingeschwemmter Erde befreit war, konnte das Fest weitergehen. Schließlich sind die Altfelder Feuerwehrler Unwetter erprobt: Bereits 2001 zog die Truppe nachts Gräben um ihr Zelt und beschaffte sich Kies, um sich vor einem drohenden Unwetter zu schützen.

    Eine nasse Überraschung erwartete am Montag die Kosmetikerin Heike Hörning aus Birkenfeld. Wegen eines verstopften Kanals war bereits am Sonntag Wasser in den Keller ihres Wohnhauses gelaufen. Bis zu einer Höhe von ungefähr fünf Zentimetern breitete sich das Wasser daraufhin in der kompletten Waschküche und dem Vorraum aus. Die Räume wurden von einem Kanalunternehmen ausgepumpt. Beschädigt wurde nichts.

    In der zweiten Wochenhälfte könnte es noch einmal unbehaglicher werden. Laut Wetterdienst beruhigt sich das Wetter zunächst bis Dienstag, dann aber könnte die feucht-warme Luft zurückkommen – und mit ihr Schauer und Gewitter.

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