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    Arnstein

    Voltigierwettbewerb: Akrobatik auf dem Pferderücken

    Eleganz, Disziplin und Akrobatik vereinen sich beim Voltigieren, im Bild sind Sina Rosenberger und Isabel Größmann zu sehen. Foto: Éichinger-Fuchs

    Gelenkigkeit, Gleichgewichtssinn und das Zusammenspiel im Team – das sind Grundvoraussetzungen beim Voltigiersport. In der Turnhalle der Arnsteiner Schulen fand das erste Holzpferd-Kürturnier statt, das die Voltigierfreunde des PSV Gut Ebenroth organisierten.

    Voltigiertrainerin Martina Pfister zeigte sich begeistert von der Leistung „ihrer Mädchen“. Die jungen Damen im Alter zwischen acht und 23 Jahren zeigten vor allem in der Kür, wie viel Trainingsfleiß, Kraft, Können und Disziplin in ihnen steckt. Auch für das Auge gab es etwas: Alle Teilnehmer trugen kreative Voltigieranzüge mit opulenter Farbenpracht.

    Fahne und Stützschwung, Brücke und Prinzensitz, Flanke, Mühle und Querlieger – das sind die Namen der Figuren, die von den Turnerinnen bei Musik auf dem Rücken des Holzpferdes vorgeführt wurden. Beim Drehen um 180 Grad im Stehen oder bei Sprüngen mit drei Personen auf einem Holzpfederücken stockte dem Zuschauer der Atem.

    Zunächst ein Gefühl für das Pferd entwickeln

    „Voltigieren ist die perfekte Kombination zwischen Turnen und Reiten“, sagte Pfister. Seit Januar 2018 gibt es die Voltigierabteilung auf Gut Ebenroth, der aktuell 15 Mädchen angehören. Zum ersten Voltigierteam gehören acht Jugendliche. Das Einstiegsalter beim Voltigieren liegt bereits bei vier oder fünf Jahren. Dabei geht es am Anfang nicht um komplizierte Akrobatik, sondern darum, das Gleichgewicht auf dem Pferd zu halten und ein Gefühl für es zu entwickeln. Kinder lernen damit nicht nur die richtige Haltung auf dem Tier, sondern den Umgang mit ihm auf spielerische Art und Weise. Doch bis es aufs Pferd geht, muss immer und immer wieder am Holzpferd geübt werden.

    Circa 1,70 Meter ist das Turngerät hoch und fast ebenso lang. Zwei Halteschlaufen die am Voltigiergurt festgemacht sind, dienen als Halterungen. Darin werden sowohl Hand, Arm und auch Bein während der Übungen fixiert. Unter den strengen Augen von Richterin Stefanie Mederer konnten die Nachwuchsvoltigierer ihr Können unter Beweis stellen. Das neu gegründete Team 1 vom PSV Gut Ebenroth startete in der Kategorie E und belegte prompt den ersten Platz. Die zahlreichen Fans in den Zuschauerrängen spendeten kräftig Applaus, was die jungen Damen zu noch mehr Höchstleistung anspornte. So auch Sina Rosenberger und Isabel Größmann. Sie gingen zum ersten Mal im Doppelwettbewerb an den Start und belegten ebenfalls Platz eins mit der Note 10,0. Auch Zoe Wild vom Gut Ebenroth startete das erste Mal im Voltigier-Einzelwettbewerb und wurde Erste.

    Hervorragende Vorführungen

    Aber auch die Gäste, die von Ansbach bis Rodach angereist waren, brillierten mit hervorragenden Showvorführungen. Bei der Disziplin Galopp-Schritt gewann der RC Stephansmühle 1. Bei der Schritt-Schritt-Gruppe kam die Gewinnerin von der RG Rodach. Die Sieger bei den Minis im Schritt-Schritt-Wettbewerb kamen vom RFV Atzhausen und beim Doppelvoltigieren erreichten neben Sina Rosenberger und Isabel Größmann vom PSV Gut Ebenroth das Geschwister-Duo Hannah und Jule Steffans vom VuPSV Rathsberg sowie Nina Kreisl und Selma Rissmann vom  RC Stephansmühle die volle Punktzahl und damit jeweils den ersten Platz.

    Beim Einzelvoltigieren im Leistungsbereich Junior Einzel überzeugte die fränkische Vizemeisterin Madlen Schlott vom PSV Gut Ebenroth. Auch sie durfte auf das Siegertreppchen steigen. Zum Abschluss präsentierte sie ihre Kung-Fu-Kür und erhielt dafür einen Riesenapplaus.

    Unter den strengen Augen von Richterin Stefanie Mederer konnten die Nachwuchsvoltigierer ihr Können unter Beweis stellen. Foto: Eichinger-Fuchs

    Bearbeitet von Elisabeth Eichinger-Fuchs

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