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    Marktheidenfeld

    Vom Ortskern Zimmerns geht's jetzt direkt zum Main

    Der neue Schwabsgraben-Fußweg verbindet den Ortskern direkt mit dem Main. Foto: Wolfgang Dehm

    Nach rund einjähriger Bauzeit wurden am Sonntagnachmittag im Marktheidenfelder Stadttteil Zimmern  der neue Schwabsgraben-Fußweg mit Nepomukfigur und der neu ausgebaute Teil der Theodor-Heuss-Straße feierlich eingeweiht. Entstanden ist dieses Projekt im Rahmen eines  Gemeindeentwicklungskonzepts, in dem jeder Stadtteil berücksichtigt ist.

    Nach einem Gottesdienst in der Theodor-Heuss-Straße, in dem Pastoralreferent Alexander Wolf unter anderem auf die Lebensgeschichte Johannes Nepomuks einging, richtete Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder das Wort an die rund 130 Teilnehmer, unter denen auch der Marktheidenfelder Ehrenbürger und Altlandrat Armin Grein war.

    Mit einem Gottesdienst wurde am Sonntagnachmittag in Zimmern der Teilausbau der Theodor-Heuss-Straße mit neuem Fußweg durch den Schwabsgraben zum Main eingeweiht. Foto: Wolfgang Dehm

    Durch seine attraktive Lage auf der Sonnenseite des Mains und seinen touristisch bedeutenden Campingplatz sei das von Durchgangsverkehr verschonte Zimmern ein Wohn- und Naherholungsstandort ganz besonderer Art, sagte sie. Ziel aller, die am Gemeindeentwicklungskonzept mitgearbeitet hätten, sei es gewesen, "diese Vorzüge durch attraktive Gestaltung zu betonen und zu verstärken".

    Zimmern als Naherholungsgebiet

    Mit dem durch den Schwabsgraben geschaffenen Fußweg, der den Ortskern direkt mit dem Main verbinde, gehe ein langjähriger Wunsch der Einwohner Zimmerns in Erfüllung. "Mit dem Festplatz Ochsenwiese, dem Spielplatz und dem Campingplatz ist das Mainvorland als Naherholungsgebiet mit allen nötigen und sinnvollen Einrichtungen erschlossen", so die Bürgermeisterin.

    Voraussetzung dafür, dass ein Projekt im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzeptes umgesetzt werden könne, sei die aktive Beteiligung der Bürger vor Ort, erläuterte Schmidt-Neder. Sie freue sich sehr, dass viele Zimmerner sich eingebracht hätten. Besonders dankte sie in diesem Zusammenhang den Stadtteilpaten Ragnhild Buczko, Holger Christ, Michael Harth, Gunter Niemetz und Georg Riedmann.

    Der böse Staudenknöterich ist ausgetilgt

    Die Bürgermeisterin erinnerte daran, dass der japanische Staudenknöterich, der sich im Bereich des Schwabsgrabens ausgebreitet hatte, für eine erhebliche Verzögerung und auch Verteuerung des Projekts gesorgt habe.

    Bei diesem Staudenknöterich handelt es sich um eine eingewanderte Pflanzenart, die sich immer weiter verbreitet und dabei die einheimische Flora verdrängt. Hilmar Keller, Fachberater für Gartenbau und Landespflege am Landratsamt Main-Spessart, lobte am Rande der Veranstaltung das entschlossene Vorgehen der Stadt Marktheidenfeld gegen den japanischen Staudenknöterich am Schwabsgraben. Das sei nicht selbstverständlich, sagte er.

    Prominenter Platz für den Nepomuk

    Die frisch sanierte Nepomuk-Statue hat einen neuen Standort und befindet sich nun am oberen Ende des Schwabsgraben-Fußwegs. Foto: Wolfgang Dehm

    Mit Blick auf den frisch sanierten Sandstein-Nepomuk, der früher als Nischenfigur an einer privaten Hauswand stand und vor wenigen Tagen am oberen Ende des Schwabsgraben-Fußwegs aufgestellt wurde, sagte Schmidt-Neder, die Figur habe dort einen guten Platz gefunden.

    Sankt Nepomuk, sei der Patron der Brücken, Schiffer, Flößer, Müller, Beichtväter und Priester, erläuterte die Bürgermeisterin und schob hinterher: "Und ich hoffe, auch der Brunnen." Sie bitte jedenfalls auch für den Zimmerner Brunnen (dieser lieferte in jüngster wegen der Trockenheit nur noch eingeschränkt Wasser, Anm.d.Red.) um Nepomuks Schutz.

    Die Stadt kostete das Projekt 306 000 Euro

    Nach den Worten der Bürgermeisterin kostete der Ausbau des ersten Abschnitts der Theodor-Heuss-Straße samt Fußweg am Schwabsgraben 431 000 Euro. Allerdings erhalte die Stadt rund 125 000 Euro aus dem Förderprogramm "Dorferneuerung" des "Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums in Bayern". Somit muss die Stadt rund 306 000 Euro aus eigener Tasche bezahlen.

    Mit einem Schnitt durch das Sperrband gab Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder (4.v.l.) den neuen Schwabsgraben-Fußweg offiziell frei. Mit dabei: stellvertretende Landrätin Sabine Sitter (links), Landtagsabgeordneter Thorsten Schwab (3.v.l.) sowie einige Stadtteilpaten. Foto: Wolfgang Dehm

    Nach Grußworten der stellvertretenden Landrätin Sabine Sitter und des Landtagsabgeordneten Thorsten Schwab durchschnitt Bürgermeisterin Schmidt-Neder zusammen mit diesen sowie einigen Stadtteilpaten das blaue Band am Schwabsgraben-Fußweg und gab diesen damit offiziell zur Benutzung frei. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom örtlichen Gesangverein "Heimatliebe".

    Nach der Einweihung ging es im Bürgerhaus mit einem gemütlichen Beisammensein bis in den Abend hinein weiter; die Bewirtung übernahm die Pfarrgemeinde.

    Mit einem Gottesdienst wurde am Sonntagnachmittag in Zimmern der Teilausbau der Theodor-Heuss-Straße mit neuem Fußweg durch den Schwabsgraben zum Main eingeweiht. Neben Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder (Mitte) sprachen auch der Landtagsabgeordnete Thorsten Schwab (am Mikrofon) und stellvertretende Landrätin Sabine Sitter (rechts neben Schmidt-Neder). Foto: Wolfgang Dehm
    Der neue Schwabsgraben-Fußweg verbindet den Ortskern direkt mit dem Main. Foto: Wolfgang Dehm
    Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder sagte, Ziel des Projekts sei es gewesen, die Vorzüge Zimmerns "durch attraktive Gestaltung zu betonen und zu verstärken". Foto: Wolfgang Dehm
    Pastoralreferent Alexander Wolf weiht die sanierte Nepomuk-Statue an ihrem neuen Standort am oberen Ende des Schwabsgraben-Fußwegs. Foto: Wolfgang Dehm
    Der neue Schwabsgraben-Fußweg verbindet den Ortskern direkt mit dem Main. Foto: Wolfgang Dehm

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