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    WEYERSFELD

    Von Beethoven zum Gospel

    Ein Kirchenkonzert der besonderen Art erlebten am Samstagabend die Gottesdienstbesucher in Weyersfeld. Im Anschluss an den Abendgottesdienst spielten für sie die Eschenbacher Musikanten ein Kirchenkonzert. Unter Leitung von Thomas Bogner stimmten sie die Besucher auf die kommende besinnliche Zeit ein.

    Vielseitiges Programm

    Für „die vielfältige musikalische Darbietung“ dankte Kirchenpfleger Alfred Heim am Ende des Konzerts den 38 Musikern zwischen 15 und über 50 Jahren für ein anspruchsvolles Konzert. Mit stehendem Applaus hatten zuvor die Kirchenbesucher den Musikern für die Darbietungen gedankt. Insgesamt sieben Wochen Probe hatten diese in diese zur Vorbereitung des Konzerts investiert.

    Eröffnet hatten die Eschenbacher Musiker ihr Konzert mit dem Vorspiel (von Alfred Bösendörfer) und einem Choral von Johann Rudolph Ahle. Beide Stücke basierten auf dem Choral „Liebster Jesu, wir sind hier“. Doch nicht nur kirchliche Lieder kamen zur Aufführung. Vielmehr zeigte das Orchester einen Ausschnitt aus seinem großen Können. So mit der Suite aus „Abdelazar“ (aus dem Jahr 1695) und „The Double Dealer“ (1693) aus der Feder von Henry Purcell.

    Als ein „grandioses Opus“ kündigte Dirigent Thomas Bogner „An die Freude“, Beethovens neunte Symphonie, an. Demnach führt ein Teil der Musik aus dieser Symphonie ein Eigenleben. So die Vertonung der „Ode an die Freude“ von Friedrich Schiller, die zur Europahymne bestimmt wurde. Die Eschenbacher Musikanten intonierten Musik aus dem Finale der Neunten.

    Niederlande und Gospel

    Welche Rolle niederländische Komponisten in der konzertanten Musik spielen, zeigte das Orchester mit Werken von Henk van Lijnschooten und Jacob de Haan. Van Lijnschooten gilt als „Tausendsassa der konzertanten Bläsermusik“. Unter dem Pseudonym „Ted Huggens“ schrieb er leichte Musik, die auf klassischen Prinzipien mit einem Schuss Popmusik basiert, so wie die beiden aufgeführten Sätze „Choral und Rock out“. Mit dem Stück „Ammerland“ von Jakob de Haan entführten die Musikanten ihre Zuhörer in diesen Teil der Niederlande.

    Nicht fehlen darf bei einem Kirchenkonzert ein Stück aus der afro-amerikanischen Gospelmusik. Sie hat mittlerweile weltweit Einzug in alle Kirchen gehalten. Auch in Deutschland wächst die Zahl der Chöre, die sich dieser Musik verschrieben haben oder zumindest einen Teil davon in ihr Repertoire aufgenommen haben.

    Spiritual Moments

    Mit „Spiritual Moments“, einem Medley, bestehend aus den Spirituals „Go down, Moses“, „Sinner, you know“, „Cotton needs a picking“, „Deep River“ und „Kum ba yah, my lord“ erlebten die Konzertbesucher einen Höhepunkt. Als Zugabe lieferten die Musiker einen Auszug aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck. Das Duett sangen Anne und Julia Reuter.

    Von unsrem Mitarbeiter Herbert Hausmann

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