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    Lohr

    Von Sinneswahrnehmungen bis zur Wasserstofftechnik

    Yusuke Ugajin (Zweiter von links) und Paula Wagner waren mit den Lehrern Claus Biere und Thomas Keßelring bei MINT 100 in Nürnberg. Foto: Keßelring

    Wie sieht unsere Zukunft aus? Was erwartet uns in Anbetracht neuer Technologien oder gar dem Klimawandel? Diese und ähnliche Fragen konnte der Zukunftsforscher Dr. Bernd Flessner von der FAU Erlangen in seinem Vortrag »Science Fiction vs. Expertentum – Künstliche Intelligenz im Alltag der Zukunft« beim diesjährigen Regionalforum MINT100 auch nicht beantworten, da die Zukunft nicht planbar ist.

    Dies zeigte er an verschiedenen Expertenmeinungen über künftige Technologien, die so nie eingetreten sind. Ein einprägsames Beispiel hierzu war der Microsoft-Gründer Bill Gates. Eine sehr populäre Falschprognose von ihm lautete: »Niemand braucht mehr als 640kB RAM in seinem PC.« Flessner witzelte, dass man doch aufgrund zahlreicher Fehlvorhersagen von Gates genau das Gegenteil erwarten sollte.

    Auf der anderen Seite präsentierte der Redner etliche Zukunftsvisionen auch sehr bekannter Schriftsteller, wie Jules Verne, die ihrer Zeit weit voraus waren und heutige Technologien sehr treffend vorhergesagt haben.

    Mit diesem sehr kurzweiligen Vortrag startete das Regionalforum MINT100 an der Wilhelm-Löhe-Schule in Nürnberg, zu dem sich auch eine kleine Gruppe des Franz-Ludwig-von-Erthal-Gymnasiums aus Lohr aufgemacht hatte. Die Tagesveranstaltung für Schulen des Exzellenz-Vereins MINT-EC bot auch in diesem Jahr viele Workshops und eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Bildung, Wirtschaft/Industrie und des Kultusministeriums.

    Die Schülerin Paula Wagner (Q12) und der Schüler Yusuke Ugajin (Q11) hatten viel Spaß beim Workshop »Reflexe und Sinneswahrnehmungen«. Neben hilfreichen Informationen dienten Experimente dazu, die eigenen Sinne zu täuschen. Ein weiterer Workshop behandelte das Thema Wasserstoff als Energiespeicher.

    Die Schüler und Schülerinnen konnten sich auch in diesem Jahr wieder bei einem regionalen Bildungsmarkt an zahlreichen Ständen bei Firmen und Universitäten über verschiedene Berufsausbildungen und Studiengänge informieren. Positiv in Erinnerung bleiben auch die gut strukturierte Organisation und die kostenlose Verpflegung. Insgesamt war es eine »interessante und coole Veranstaltung«, so Paula Wagner.

    Auch für die beiden mitgereisten Lehrkräfte Claus Biere und Thomas Keßelring wurden interessante Workshops angeboten. Ein Workshop beschäftigte sich mit Wasserstoff-Technologien (beispielsweise gebundene Speicherung und Transport in Flüssigkeiten) und ihre Machbarkeit beim Wasserstoffantrieb für Verkehrsmittel. In einem weiteren Workshop stellte sich das für Dezember 2020 neu konzipierte Deutsche Museum Nürnberg vor, in dem aktuelle Techniktrends präsentiert werden sollen – im Gegensatz zum Standort München, wo es eher um Technikgeschichte geht.

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