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    Marktheidenfeld

    Vor 40 Jahren gab's das erste Abi in Marktheidenfeld

    Frohes Wiedersehen des ersten Abiturjahrgangs 1979 in Marktheidenfeld. Auch einige Lehrkräfte hatten sich eingefunden und durften in der ersten Reihe Platz nehmen: (von links) Hartmut Knahn, Heribert Felbinger, Horst Köhler und Maria Rothbauer.
    Foto: Martin Peters

    Regelmäßig alle fünf Jahre treffen sich die ersten Abiturienten des Gymnasiums (erst später wurde es das Baltasar-Neumann-Gymnasium) zum Klassentreffen in Marktheidenfeld. Zum diesjährigen Jubiläum "1. Abiturjahrgang 1979" waren der Einladung immerhin 37 der 60 ehemaligen Schüler, drei Partner und die Lehrer Heribert Felbinger, Hartmut Knahn, Horst Köhler, Rainer Zöller und Maria Rothbauer gefolgt.

    Nach einer Führung im Apothekenmuseum von Eric Martin trafen sich alle im Hotel "Zur schönen Aussicht" zum geselligen Beisammensein. Auf Infotafeln wurde die Schulzeit mit Zeitungsauschnitten und Schulfotos wieder lebendig. Das Gymnasium selbst kann im kommenden Jahr sein 50-Jähriges feiern, denn alles begann mit 114 Schülern 1970, die damals mit drei Klassen in der ehemaligen Berufsschule untergebracht waren.

    Der Anfang war sehr heimelig und familiär

    Hier war alles noch sehr familiär und heimelig, erinnern sich die ehemaligen Schüler. Neben Direktor Werner Dorfmüller gab es vier Lehrer und eine Sekretärin. Nach fünf Jahren konnte man dann 1975 in den Neubau des Gymnasiums umziehen und 1979 das erste Abitur feiern.

    Interessant ist der Lebens- und Berufsweg einiger Abiturienten. Während manche wie Apotheker Eric Martin oder Karin Barthel (geborene Appel) in Marktheidenfeld geblieben sind, manche in der Region wohnen, wie Claudia Woy-Dünninger, die zunächst Sozialpädagogik studiert hat, mittlerweile aber mit ihrer Familie in Hofheim einen Biobauernhof betreibt, hat es andere in die weite Welt verschlagen.

    Am weitesten angereist waren Angelika Emde aus Yamagushi in Japan und Heidi Pritchard (geborene Freudenberger) aus Colorado Springs in den USA. Beide sind ihrer "großen Liebe" gefolgt. Heidi Pritchard, die immer wieder nach Marktheidenfeld zu ihrer Mutter und den Geschwistern kommt, antwortete schmunzelnd auf die Frage, was ihr in Deutschland auffällt: "Die Straßen sind so eng!"

    Die Mitbringsel gibt's heutzutage auch hier

    Besonders fasziniert sie, die in Altfeld aufgewachsen ist, dass in der früheren Heimat so viele internationale Industrieunternehmen ansässig geworden sind. Und früher konnte sie interessante Dinge aus den USA mitbringen. Mittlerweile gibt es hier in Deutschland dies auch alles zu kaufen.

    Angelika Emde – sie hat ihren Familiennamen behalten – hat ihren Mann während des Studiums an der Universität in Erlangen kennengelernt und ist ihm nach Japan gefolgt. Nach einem halben Jahr haben beide geheiratet und aus drei geplanten Jahren wurden mittlerweile 30 Jahre. Zunächst arbeitete sie als Französischlehrerin an der Universität. Seit fünf Jahren ist sie als Reiseleiterin mit deutschsprachigen Gruppen in Japan unterwegs.

    Vor einigen Jahren war sie auch schon mit japanischen Touristen im Raum Marktheidenfeld unterwegs. Ihre Gruppe war dabei besonders begeistert von der Gastfreundlichkeit der Franken im Biergarten oder in den Heckenwirtschaften. Sie liebt an Marktheidenfeld, dass es so ruhig und beschaulich ist. Sie mag die pittoresken Gässchen und das schöne Städtchen. In Japan ist das Leben viel schneller und hektischer. "Kopfsteinpflaster findet sich in Japan nicht." Aufgefallen sind ihr aber auch, dass manche Geschäfte in der Innenstadt verschwunden sind. Viele ehemalige Mitschüler haben Angelika Emde bereits auch schon in Japan besucht.

    Roswitha Peters und Marina Noble als Organisatoren

    Organisiert wird das Treffen seit vielen Jahren erfolgreich von Roswitha Peters (geborene Stangl), die weiterhin in Marktheidenfeld lebt vom gleichnamigen Ingenieurbüro Peters, und von Marina Noble (geborenen Eitel, die im Rhein-Main eine PR-Agentur führt und in Oppenheim (Rheinland-Pfalz) lebt. Bereits vor Weihnachten wurden Termine und Email-Adressen abgestimmt und die "Ehemaligen" eingeladen. Besonders freute Marina Noble, dass Mitschüler und auch Lehrer, die nicht dabei sein konnten, Grußworte und Briefe mit Fotos geschickt haben. 

    Turnusgemäß ist das nächste Jahrgangstreffen eigentlich erst in fünf Jahren. Angesichts des Jubiläums der Schule gibt es für einige der Abituria 1979 aber sicher auch schon ein Wiedersehen 2020.

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