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    Gemünden

    Vorsicht Autofahrer: Im Herbst erhöhte Wildunfallgefahr

    Im Herbst ist die Wildunfallgefahr erhöht. Foto: Patrick Pleul, dpa

    Mit dem Herbstanfang herrscht auch wieder erhöhte Unfallgefahr auf dem Weg ins Büro. Der Berufsverkehr fällt in die Dämmerung und damit in die aktive Zeit von Rehwild, Wildschweinen und Rotwild. Fallendes Herbstlaub, Nässe und Nebel sind eine zusätzliche Gefahrenquelle für den Autofahrer. Sie sorgen für rutschige Straßen und verlängerte Bremswege, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Johannes Interwies Vorsitzender der BJV-Kreisgruppe Gemünden appelliert deshalb an alle Verkehrsteilnehmer: „Fahren Sie vorsichtig, auch in ihrem eigenen Interesse, wenn sie durch Waldstücke und entlang von Hecken fahren, kann unvermittelt Wild auf der Straße auftauchen. Behalten sie daher auch immer den Fahrbahnrand im Auge und seien sie stets bremsbereit.“

    Ein Tier kommt selten alleine

    Um diese Jahreszeit sind Rehe und Wildschweine selten allein unterwegs. Das heißt, wenn ein Tier über die Straße läuft, muss der Autofahrer damit rechnen, dass noch andere folgen. Der Nachwuchs zum Beispiel, läuft dem Muttertier blindlings hinterher.

    Lässt sich eine Kollision nicht mehr vermeiden, ist ein kontrollierter Aufprall besser als unkontrolliertes Ausweichen. Johannes Interwies: „Taucht auf der Fahrbahn ein Stück Wild auf, sollten sie sofort abblenden und kontrolliert bremsen. Ist ein Zusammenstoß nicht mehr zu verhindern, müssen sie das Lenkrad unbedingt gerade halten. Versuchen sie auf keinen Fall unkontrollierte Ausweichmanöver.“

    Verletzte Tiere nicht anfassen

    Die goldene Regel zum korrekten Verhalten lautet: Ruhe bewahren. Die Jäger raten: Schalten sie ihre Warnblinkanlage ein, legen sie ihre Warnweste an und sichern sie die Unfallstelle mit einem Warndreieck. Personenschutz geht vor. Wichtig ist auch das korrekte Angeben des Unfallortes mit Hilfe des Navigationsgerätes, des Handys oder der Straßenmarkierungen. Oft hilft auch ein Blick auf Stationszeichen am Straßenrand.

    Verletze Tiere dürfen keinesfalls angefasst werden. Das gilt vor allem für Wildschweine, sie können aggressiv sein. Wurde das Wild durch den Zusammenstoß getötet, sollte man es nach Möglichkeit mit Schutzhandschuhen von der Fahrbahn an den Rand ziehen, um Folgeunfälle zu vermeiden.

    Das getötete Wild dürfen Verkehrsteilnehmer auf keinen Fall mitnehmen, das wäre Wilderei. Laut Gesetz muss ein Wildunfall unverzüglich der Polizei gemeldet werden. Nur so kann der zuständige Revierpächter verständigt und das leidende Tier vom Jäger erlöst werden. Denn auch wenn das Wild nach der Kollision scheinbar unversehrt weiter läuft, ist es meistens schwer verletzt und geht jämmerlich zu Grunde.

    Bearbeitet von Lena Berger

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