• aktualisiert:

    Marktheidenfeld

    Vortrag zur Drogenprävention am BNG

    Polizeioberkommissar Winfried Gehrig hielt einen Vortrag über Drogen am BNG. Foto: Sven Blöchinger

    Welche Auswirkungen haben Drogen auf Körper und Psyche? Weshalb sind die Risiken von Drogenkonsum in den letzten Jahren noch gestiegen? Was bedeutet Sucht und Abhängigkeit für den einzelnen? Diese und weitere Fragen beantworteten Polizeioberkommissar Winfried Gehrig und Polizeihauptmeister Stefan Kaiser von der Polizeiinspektion Karlstadt den Schülern der 8. Klassen am BNG.

    Alexandra Liebl, die am Gymnasium Marktheidenfeld für die Drogenprävention zuständig ist, hatte den 90-minütigen Vortrag organisiert, dem die Schüler aufmerksam zuhörten, heißt es in einer Pressemitteilung. Zunächst stellte Winfried Gehring die gängigsten Drogen vor und fügte Fakten die Region Marktheidenfeld betreffend hinzu. Er erklärte, dass der Konsum von Cannabisprodukten in den letzten Jahren stark zugenommen habe, was besorgniserregend sei, zumal der Wirkstoff THC heute viel konzentrierter vorkomme. „Die Joints der früheren Generation hatten etwa drei bis vier Prozent THC, heute sind 10 bis 15 Prozent enthalten. Das kommt von überzüchteten Pflanzen“, so Polizeioberkommissar.

    Die Schüler überlegten sich anschließend, was für sie die perfekte Droge sei, stellten aber fest, dass es diese nicht gebe, denn jede Droge hat entsprechende Nebenwirkungen. Veränderungen des Aussehens, wie beispielsweise durch Crystal Meth, sind verheerend, Beschaffungskriminalität bei Kosten von Heroin von etwa 6000 Euro im Monat vorprogrammiert, selbst  Zigaretten enthalten eine Vielzahl verschiedener chemischer Substanzen, die letztlich krebserregend sein können.

    Auch über die Entstehung von Sucht und Suchtverhalten sprachen die Polizisten mit den Schülern, die häufig mit dem Genuss von Substanzen beginne und woraus wegen körperlicher oder psychischer Abhängigkeit dann Sucht entstehen könne. Bei regelmäßigem Cannabiskonsum sind „die Folgen ganz häufig Schädigung des Gehirns, schlechtes Kurzzeitgedächtnis, Verwirrtheit, Panikattacken oder Psychosen“, warnte Polizeioberkommissar Winfried Gehring.

    Er informierte auch über die rechtlichen Bestimmungen in Deutschland sowie die Konsequenzen bei Zuwiderhandeln. Dennoch dürften die Schüler sich am Ende nicht belehrt gefühlt haben, denn sie wurden immer wieder geschickt in den Vortrag eingebunden und konnten jederzeit auch Fragen stellen. So fanden sie auch auf Nachfrage sinnvolle Alternativen zum Drogenkonsum: „Freunde, Sport, Familie“.

    Bearbeitet von Michaela Moldenhauer

    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!